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Wirtschaft und Wissenschaft : Nicht jedes House hat schon ein Haus

Es kann losgehen: Das House of Logistics and Mobility nahe dem Flughafen soll am Dienstag eröffnet werden. Bild: Röth, Frank

Am Dienstag wird das House of Logistics and Mobility eröffnet. Die enge Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft haben in der Region schon mehrere Branchen versucht. Eine Übersicht.

          6 Min.

          House of Logistics and Mobility: Heimathafen für die Logistikforscher

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Von Hans Riebsamen

          Am Dienstag kommt Hessen einen Schritt voran bei dem Versuch, seine Stellung als Land der Mobilität zu stärken. Denn im neuen Frankfurter Flughafenstadtteil Gateway Gardens wird das neue Domizil des Holm, des House of Logistics & Mobility, eröffnet. In dem vom Frankfurter Architekturbüro Albert Speer & Partner gestalteten Gebäude sind Hörsäle, Büros und Forschungsräume eingerichtet. Unter anderem ist ein Audimax mit mehr als 500 Plätzen entstanden.

          Im Holm sollen künftig praxistaugliche Konzepte für Verkehr und Logistik ausgetüftelt und Nachwuchs für die Mobilitätsbranche ausgebildet werden. Dieser Wirtschaftszweig ist für Hessen enorm wichtig, denn allein in der Rhein-Main-Region beschäftigt er fast eine Viertel Million Mitarbeiter. Im Holm sollen nun Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aufeinandertreffen und Ideen zum Verkehr der Zukunft entwickeln. Der neue Campus, auf dem mehrere Hochschulen und zahlreiche Partner aus der Industrie an Vorhaben arbeiten werden, soll nach den Plänen seiner Erfinder ein weiterer Wirtschaftsmotor für die Region und Hessen werden. Das Holm, so hat es einmal der frühere Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) formuliert, soll Hessen zum Wissensstandort Nummer 1 in den Sparten Mobilität und der Logistik machen.

          Ausbildungsort für Mobilitätswirtschaftsexperten

          Auf den Weg gebracht wurde das Holm noch unter dem damaligen Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Einer der Ideengeber war Volker Sparmann, der frühere Chef des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Gründungsmitglieder sind neben dem Land Hessen die Städte Frankfurt und Wiesbaden, die Fraport, der RMV, die TU Darmstadt, die Goethe-Universität, die Fachhochschule Frankfurt und die European Business School. Zu den Partnern aus der Wirtschaft zählen unter anderen die Deutsche Bahn AG, die Deutsche Post, die Lufthansa und die Messe Frankfurt. Allerdings hat das Holm schon eine erste personelle Verwerfung erlebt: Im November vergangenen Jahres löste Oliver Kraft, der bis dahin Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG war, den bisherigen Geschäftsführer Stefan Walter ab, der das Holm aufgebaut hat. Walter soll, so angeblich der Vorwurf, nicht genügend Mieter aus der Wirtschaft für das neue Gebäude gewonnen haben.

          Das Land mietet das neue Haus, wobei es etwa die Hälfte der Räume an Unternehmen weitervermietet und die andere Hälfte Hochschulen zur Verfügung stellt. Hessen hält 86,5 Prozent der Anteile an der Trägergesellschaft, Frankfurt 12,5 Prozent. Ein Prozent der Anteile liegt beim Verein, der den Namen der Einrichtung trägt. De Stadt Frankfurt hat das 5000 Quadratmeter große Grundstück gekauft und es dem Holm in Erbpacht überlassen.

          Eine der Hauptaufgaben des Holm wird es sein, Fachleute für die Mobilitätswirtschaft ausbilden. Der boomenden Branche mangelt es an Spezialisten, vor allem fehlen ihr Akademiker. Für die Güte der Ausbildung wollen die beteiligten Hochschulen garantieren.

          Gefördert von der deutschen Finanzwirtschaft: das „House of Finance“ auf dem Campus Westend der Uni Frankfurt.
          Gefördert von der deutschen Finanzwirtschaft: das „House of Finance“ auf dem Campus Westend der Uni Frankfurt. : Bild: Irl, Maria

          House of Finance: Spurensuche im Krisengebiet

          Von Tim Kanning

          Frustrierte Studenten können ja so vernichtend sein. „Es geht hier nur um Minority Defaults und Majority Defaults und all so‘n Dummgelaber“, schimpft einer in der kleinen Cafeteria des House of Finance, der mit Freunden über eine gerade geschriebene, offenbar verhauene Prüfung spricht. Doch das ist freilich nur eine Momentaufnahme.

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