https://www.faz.net/-gzg-a7fce

Winterwetter in Frankfurt : Schnee für ein paar Stunden

Kurzsichtig: Auf der Alten Brücke in Frankfurt wurde das Radfahren zeitweilig zum Abenteuer. Bild: Frank Rumpenhorst

Blechschäden an Fahrzeugen und Busse, die ihr Ziel nicht erreichen: Der Winter hat Frankfurt im Griff gehabt – aber nur für kurze Zeit. Vorsicht ist trotzdem weiterhin geboten.

          2 Min.

          Der Winterdienst der FES sah sich gut gerüstet mit Blick auf den angekündigten Schneefall in den frühen Morgenstunden. Alle, die nicht im Homeoffice bleiben können, sollten auf dem Weg zur Arbeit freie Straßen vorfinden. Doch es kam anders. Die weiße Pracht ging am Dienstagmorgen genau zu dem Zeitpunkt nieder, als der Berufsverkehr einsetzte. Und der Schneefall war auch heftiger als erwartet. In manchen Stadtteilen im Norden und Westen, etwa in Zeilsheim, setzte die FES denn auch statt Streufahrzeugen gleich Schneepflüge ein. Doch wie so häufig in Frankfurt folgte dem starken Auftritt des Winters am Morgen keine Fortsetzung im Lauf des Tages. Auch am Stadtrand waren die Straßen mittags so weit geräumt, dass Autofahrer und Radler sich wieder gefahrlos fortbewegen konnten.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, sind in Frankfurt erst einmal keine weiteren Schneefälle zu erwarten. Das ist aber noch kein Grund zur Entwarnung: Solange die Straßen feucht sind, kann Frost nachts und in den frühen Morgenstunden zu überfrierender Nässe führen. „Obacht“, rät der Sprecher des Wetterdienstes; „Das kann glatt werden.“ Während es in der Innenstadt vermutlich auch nachts nicht friere, könnte es am Stadtrand und insbesondere in den nördlich gelegenen Stadtteilen spürbaren Frost geben, ebenso wie auf den Brücken, wie die FES nicht müde wird zu warnen.

          Wissen war nie wertvoller

          Vertrauen Sie auf unsere fundierte Corona-Berichterstattung und sichern Sie sich mit F+ 30 Tage freien Zugriff auf FAZ.NET.

          JETZT F+ KOSTENLOS SICHERN

          Die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq weist zudem darauf hin, dass es in Frankfurt – was vielen nicht bewusst ist – „eine Reihe ganz fieser Steigungen gibt“, wie ein Sprecher sagt. Das gilt etwa für die Straßen von Enkheim hinauf nach Bergen oder zum Riedberg wie auch für jene nach Nieder-Erlenbach.

          Störungen waren „sehr überschaubar“

          Rutschige Passagen haben auch den Busverkehr in Teilen der Stadt erschwert und dazu geführt, dass Busse ihre Strecken abkürzen mussten. So ist etwa der Sachsenhäuser Berg den gesamten Vormittag nicht von den Linienbussen angefahren worden. Sie hätten vorzeitig wenden müssen, so ein Sprecher. Erst gegen Mittag sei der Betrieb wieder normal gelaufen. Das galt ebenso für den Busverkehr zum Gravensteiner-Platz in Preungesheim. Wegen Straßenglätte konnten die Linienbusse auch das Terminal 2 des Flughafens bis Mittag nicht ansteuern. Insgesamt, so Traffiq, seien die Störungen aber „sehr überschaubar“ gewesen. Zumal es bei Straßenbahnen und U-Bahnen keine nennenswerten Beeinträchtigungen gab. Nur für die S-Bahnen meldete der Rhein-Main-Verkehrsverbund wetterbedingte Einschränkungen.

          Bilderstrecke
          Ungewohntes Schneetreiben : Winter-Wunderland Frankfurt

          Etwa 60 Mal hat es am Dienstagvormittag Blechschäden auf Frankfurter Straßen gegeben. Schwere oder spektakuläre Unfälle waren nicht dabei, wie die Polizei mitteilt. Es habe sich um „das Übliche“ gehandelt, das passiere, wenn es glatt auf den Straßen sei.

          Drei bis vier Zentimeter Schnee für Frankfurt

          Dabei war die Schneemenge für Frankfurter Verhältnisse gar nicht so gering: Laut Wetterdienst sind drei bis vier Zentimeter niedergegangen. Das war zuletzt in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember der Fall, als vier Zentimeter registriert wurden.

          Den letzten erwähnenswerten Schnee-Winter hat es vor vier Jahren in Frankfurt gegeben, damals wurden insgesamt sechs Tage mit Schnee gezählt. Ein Jahr zuvor, im Winter 2016/2017, hatte es 14 Schneetage gegeben, davon zehn im Januar und einer mit sechs Zentimeter Schneedecke.

          Beachtlicher war dagegen der Winter 2012/2013 gewesen, als an 30 Tagen in der Stadt Schnee lag, davon allein an 13 Tagen im Januar. Für hiesige Verhältnisse geradezu spektakulär war der Dezember 2010: Damals lag an 29 der 31 Tage Schnee. Am 19. Dezember waren es 24 Zentimeter. Das ist die höchste Dezemberschneedecke, die je in Frankfurt gemessen wurde.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Blaulichtfahrten seien das Privileg des Politikers, hat Markus Söder sinngemäß einmal gesagt.

          Kanzlerkandidatur : Die Wette auf Söder

          Der bayerische Ministerpräsident hat die CSU fest im Griff, deshalb redet keiner öffentlich über die K-Frage. Aber viele glauben, dass es ihren Vorsitzenden nach Berlin zieht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.