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Windkraft-Pläne in Rhein-Main : „Das bedeutet unsere Komplett-Verspargelung“

Kontrast: Hinter einem alten Bauernhaus im südhessischen Siedelsbrunn dreht sich ein 200 Meter hohes Windrad. Bild: dpa

Der Teilplan Erneuerbare Energien sieht im Odenwald gut 2300 Hektar für Windräder vor. Der Kreis will dagegen klagen. Auch im Taunus gibt es Gegenwind.

          Der neue Entwurf des Teilplans Erneuerbare Energien für Südhessen, in dem Vorrangflächen für Windkraftanlagen ausgewiesen sind, wird vom Odenwaldkreis nicht akzeptiert. „Auch der neue Entwurf weist für den Odenwaldkreis im Verhältnis zu anderen hessischen Kreisen deutlich mehr Vorrangflächen aus, das ist für uns nicht hinnehmbar“, sagte Landrat Frank Matiaske (SPD) im Kreistag. Auch im Taunus regt sich Widerstand gegen mehr Windkraftanlagen. Dort dürfen rund um den Feldberg – anders als bisher vorgesehen – doch keine Windräder gebaut werden. Das sehen die neusten Pläne des Regionalverbands vor.

          Jan Schiefenhövel

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Für den Fall, dass die Regionalversammlung im Dezember den vom Regierungspräsidium erarbeiteten Entwurf annimmt und damit den von den Städten und Gemeinden des Odenwaldkreises erarbeiteten Flächennutzungsplan weiterhin nicht berücksichtigt, riet Matiaske den Kommunen zu einer Normenkontrollklage. „Ich würde diesen Schritt befürworten und mich dafür einsetzen, dass der Kreis die Städte und Gemeinden unterstützt, wie auch schon bei der Erstellung des Flächennutzungsplans.“

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          Schutzzone um den Feldberg

          Im Taunus dürfen rund um den Feldberg – anders als bisher vorgesehen – doch keine Windräder gebaut werden. Das sehen die neusten Pläne des Regionalverbands vor. Darin sind zwei Standorte für Windkraftanlagen gestrichen worden, die in der bisherigen Planung als Vorranggebiete gekennzeichnet waren, am Sandplacken bei Bad Homburg und nahe der Saalburg auf der Gemarkung von Friedrichsdorf. Das sieht die neueste Version des Plans vor, der die Vorranggebiete für Windkraftanlagen festlegt, wie der Verbandsdirektor Thomas Horn (CDU) mitteilte. Über diesen Plan soll nach seinen Worten morgen der Regionalvorstand beraten. Der endgültige Beschluss in der Verbandskammer und in der Regionalversammlung Südhessen sei für Dezember vorgesehen. Der zu beschließende Plan gelte auch für den Bau von Anlagen für Solarenergie, Wasserkraft, Biogas und Geothermie.

          Der Standort am Sandplacken bei Bad Homburg wurde Horn zufolge mit Rücksicht auf die Erdbebenmessstation auf dem Kleinen Feldberg gestrichen. Damit werde auf eine Fläche von 41 Hektar verzichtet, die bisher als Bauzone für Rotoren gedacht gewesen seien. Das Taunusobservatorium liefere seit 100Jahren seismologische Daten. Man wolle vermeiden, dass Windräder in der Nähe die künftigen Messungen verfälschten, erläuterte Horn. Nach seinen Worten wurde die 175 Hektar große Fläche bei der Saalburg auf dem Friedrichsdorfer Gebiet aus einem anderen Grund gestrichen, nämlich aus Rücksicht auf den Denkmalpflege. Die gewachsene Kulturlandschaft in diesem Gebiet müsse erhalten bleiben.

          Bei den Kritikern der Windkraft wurde diese Entscheidung mit Freude aufgenommen. Die Bürgerinitiative „Naturpark ohne Windräder in Neu-Anspach (N.o.W.!)“ äußerte, die Schutzzone mit einem Radius von zehn Kilometern um die Erdbebenmessstation sei richtig und notwendig. Der Sprecher der Initiative, Ralph Bibo sagte, nach den neuesten Plänen seien auch zwei andere Standorte ebenfalls für die Windkraft gesperrt, die in den vergangenen Jahren für den Bau von Rotoren vorgesehen gewesen seien, nämlich bei Neu-Anspach und auf dem Pferdskopf bei dem Schmittener Ortsteil Treisberg. In Neu-Anspach waren die dort geplanten Windräder vor zwei Jahren in einem Bürgerentscheid abgelehnt worden. Den Plan für ein Windrad auf dem Pferdskopf hatte der Bauherr wegen des Widerstands gegen die Windkraft aufgegeben.

          Die Initiative sieht Einschränkungen für einen weiteren Standort, den Winterstein bei Wehrheim, als Teilerfolg. Dort müsse nun Rücksicht auf den Schutz des Trinkwassers und auf die Flugsicherung genommen werden, so dass eine Genehmigung für Windräder nicht automatisch erteilt werden dürfe, sagte Arnt Sandler, zweiter Sprecher der Gruppe. (höv.)