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Windenergie : Streit um Rotoren im Rheingau

Der ewige (Wind-)Kreislauf: Die mächtigen Windkraftanlagen sind auch im Rheingau-Taunus-Kreis ein strittiges Thema. Bild: dpa

Die Weinregion Rheingau ist bislang frei von Windrädern. Die SPD im Rheingau-Taunus-Kreis will unter dem Eindruck des Kriegs die Diskussion neu entfachen und rechnet mit Gegenwind.

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          Der Rheingau-Taunus-Kreis gilt als besonders „windhöffige“ Region in Hessen, doch bislang drehen sich nur in den beiden Untertaunus-Gemeinden Heidenrod und Hohenstein zusammen rund zwei Dutzend Rotoren. Sehr zur finanziellen Freude der jeweiligen Bürgermeister und der Bürger. Der Rheingau blieb zur Genugtuung mehrerer Bürgerinitiativen nach jahrelangen und harten Auseinandersetzungen frei von Windrädern. Zwar hatte es ernsthafte Anläufe für zumindest zwei Windparks gegeben. Doch im Herbst 2017 gab das Wiesbadener Windenergie-Unternehmen Abo Wind seine Pläne für einen Windpark mit acht Rotoren bei Geisenheim-Stephanshausen auf und begründete diese Entscheidung mit der mehr als vier Jahre währenden Dauer des Genehmigungsverfahrens, der zwischenzeitlich überholten Technik der beantragten Rotoren und den veränderten Förderbedingungen des Bundes. Der Windpark hätte jährlich 60 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen sollen.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          In Lorch hatte wenige Wochen zuvor schon der Energieversorger ENBW seine Windkraftpläne aufgegeben und dies ebenfalls mit gesunkenen Einspeisevergütungen, unzureichenden Windverhältnissen und Bedenken des Denkmalschutzes wegen der Nähe zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal begründet.

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