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Verbot in Hessen : Keine Waffen nach 21 Uhr

Klare Ansage: Wer mit Baseballschläger oder einer Beretta durch Wiesbaden spazieren will, sollte dies vor neun Uhr abends erledigen. Bild: Stadt Wiesbaden

Seit Jahresbeginn ist die Wiesbadener Innenstadt eine Waffenverbotszone. Jetzt hat die Stadt Bilanz gezogen: Hat sich die Methode bewährt? Einige Zahlen geben Aufschluss.

          Soll niemand sagen, er habe von nichts gewusst. An 14 Standorten in der Wiesbadener Innenstadt weisen jetzt auffällige gelbe Schilder alle Passanten darauf hin, dass sie sich im Geltungsbereich der Waffenverbotszone befinden. Die Standorte wurden laut Verwaltung so gewählt, dass jeder Bürger und Besucher beim Betreten der Waffenverbotszone optisch darauf hingewiesen wird.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Bei den abgebildeten Waffen und waffenähnlichen Gegenständen handele es sich um Beispiele aus dem umfangreichen Katalog. Bürgermeister und Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) weist darauf hin, dass die Schilder keine rechtliche Voraussetzung für die Gültigkeit der Waffenverbotszone sind. Die gilt in jedem Fall. Ihre Einführung zum Jahresbeginn hat sich laut Franz bewährt. Im ersten Halbjahr 2019 wurden 93 Waffen und waffenähnliche Gegenstände sichergestellt, darunter allein 75 Messer.

          Insgesamt wurden 3340 Personen durch die Landes- und Stadtpolizei kontrolliert, zuletzt am vergangenen Dienstag, als Beamte der Polizeidirektion Wiesbaden wieder gemeinsam mit Kollegen der Stadtpolizei zwischen 16 und 23 Uhr auf Kontrollgang waren. Ein Dutzend Passanten wurden angehalten und durchsucht. Waffen wurden keine gefunden, aber gegen eine Person wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachtes des illegalen Aufenthaltes im Bundesgebiet eingeleitet.

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