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Wiesbaden : Totes Pferd und Unwetter überschatten Pfingstreitturnier

  • Aktualisiert am

Auf nassem Untergrund: Der Huf eines Pferdes beim Pfingstreitturnier. Bild: dpa

Ein totes Olympiapferd, Dauerregen und eine abgesagte Hauptprüfung in der Dressur: Das traditionsreiche Pfingstreitturnier in Wiesbaden hatte in diesem Jahr viele Herausforderungen zu meistern.

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          Das traditionsreiche Pfingstreitturnier in Wiesbaden stand 2013 unter keinem guten Stern: Der Tod des deutschen Gold-Pferdes King Artus überschattete die Veranstaltung, die Dressur-Wettbewerbe am Schlusstag mussten wegen schwerer Regenfälle in der Nacht abgesagt werden. Am Ende gab es trotzdem noch einen strahlenden Sieger: Der irische Springreiter Cameron Hanley gewann am Pfingstmontag im Biebricher Schlosspark zum ersten Mal den Großen Preis des Turniers und kassierte so ein Preisgeld von 25 000 Euro. Zweiter wurde Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen, der mit Embassy Zweiter wurde. Rang drei ging an die für die Ukraine startende Katharina Offel mit Charlie.

          Auch zum Turnierabschluss war der tragische Tod des Olympia-Pferdes noch ein Thema. Der 17 Jahre alte Wallach von Mannschafts-Olympiasieger Dirk Schrade (Sprockhövel) brach kurz hinter dem Zieleinlauf der Geländeprüfung tot zusammen - wahrscheinlich wegen eines Aortarisses. Die Sofortmaßnahmen des Tierarztes konnte den Holsteiner Wallach nicht mehr retten.

          Frand Prix Special abgesagt

          Schrade reiste nach dem Tod seines Pferdes direkt ab. Das Tier wurde in die Veterinärklinik nach Gießen gebracht, dort soll eine Obduktion die genaue Todesursache klären. „Bis die Ergebnisse vorliegen, wird es aber dauern“, sagte der Tierarzt des internationalen Reitverbandes FEI, Gerit Matthesen.

          Nach dem tragischen Unglück setzte am Sonntagnachmittag ein Dauerregen ein, der die Veranstalter vor die nächsten Herausforderungen stellte. Die Dressurreiter ließen in der Kür ihre Pferde noch tapfer die Pirouetten in den vielen Pfützen drehen. Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte, wurde der mit 40.000 Euro dotierte Grand Prix Special wegen des rutschigen Sandbodens aber abgesagt. „Eine gute Entscheidung“, sagte Isabell Werth aus Rheinberg, die mit ihrem Pferd Der Stern die Kür sowie mit Don Johnson den Grand Prix gewonnen hatte.

          Völlig perplex

          Die Springreiter hatten diese enormen Bodenprobleme nicht. Die dritte Station der Global Champions Tour (GCT) und mit 285.000 Euro höchst dotierte Prüfung des Turniers hatte am Samstag die US-Amerikanerin Laura Kraut gewonnen. Damit setzte sie sich an die Spitze der Gesamtwertung. Noch Minuten nach dem Start war die Reiterin völlig perplex. „Ich kann gar nicht glauben, dass ich schneller als Edwina war“, sagte sie nach ihrem Sieg mit ihrem Top-Pferd Cedric.

          Platz zwei ging an die Australierin Edwina Tops-Alexander mit Cevo Itot du Chateau - sie hat die Gesamtwertung der Tour bereits dreimal gewonnen. In der aktuellen Wertung liegt sie nun auf Rang sieben. Bester Deutscher in dieser Prüfung war Dreher auf Rang drei mit Magnus Romeo. Er ist nun in der Gesamtwertung mit Rang fünf der zweitbeste Deutsche hinter dem viertplatzierten Christian Ahlmann (Marl).

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