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Wiesbadener Stadtteil Ostfeld : Zum Ackerpreis kaufen und als Bauland veräußern

Perspektiven: Rund 12.000 Menschen sollen in dem neuen Wohngebiet einmal leben. Bild: Cornelia Sick

Für den neuen Stadtteil Ostfeld setzt die hessische Landeshauptstadt auf das Instrument der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme. Ein Minusgeschäft wird es dennoch.

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          „Ostfeld/Kalkofen“ klingt nicht gerade attraktiv oder verheißungsvoll. Ob ein neuer, womöglich mustergültiger und richtungsweisender Stadtteil wirklich so heißen muss, sollte sich die Landeshauptstadt gut überlegen. Womöglich wäre es angezeigt, eine griffigere und sympathischere Bezeichnung für ein städtebauliches Großprojekt zu finden, das aktuell gleichermaßen für Hoffnungen und Ängste steht. Inzwischen sind die vorbereitenden Untersuchungen abgeschlossen, und ein mehr als 300 Seiten starker Bericht liegt auf dem Tisch.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Dieser wichtige Zwischenschritt war Anlass genug für eine erste Grundsatzdebatte in einer gemeinsamen Sitzung von Umwelt- und Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Dazu war auch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) erschienen. Einerseits um die Vorstellung des Berichts und die nachfolgende Debatte mehr als zwei Stunden aufmerksam zu verfolgen. Andererseits um selbst mit einem Eingangsappell keinen Zweifel daran zu lassen, dass der neue Stadtteil „erforderlich und anstrebenswert“ sei. Denn Mende hat als wichtigste sozialpolitische Aufgabe der Stadtpolitik die Bereitstellung von zusätzlichem „bezahlbarem“ Wohnraum definiert und aus seiner Sicht klargestellt, dass die Nachverdichtung bestehender Quartiere allein kein gangbarer Weg ist. Denn die Stadtplaner sehen bis zum Jahr 2050 einen zusätzlichen Bedarf von 11.000 Wohnungen für Wiesbaden.

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