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Wiesbaden : Horst-Schmidt-Kliniken rufen Hygiene-Experten

  • Aktualisiert am

In der Kritik wegen hygienischer Mängel: die Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden Bild: dpa

In den Horst-Schmidt-Kliniken wurden Krankenhauskeime an Frühchen entdeckt, erst kurz zuvor gab es einen kritischen Fernsehbericht. Nun will die Klinik einen externen Experten konsultieren.

          Nach dem Fund von Krankenhauskeimen an Frühgeborenen und einem kritischen TV-Bericht über Hygienemängel wollen sich die Wiesbadener Horst Schmidt Kliniken (HSK) von einem externen Hygiene-Experten überprüfen lassen. Arne Simon von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch Institut werde die Strukturen der Klinik vor Ort untersuchen, teilte das Krankenhaus am Dienstag mit. Dabei sollten eventuelle Schwachstellen gesucht werden, die eine Verbreitung des Keimes begünstigt haben könnten, sagte HSK-Direktor Prof. Markus Knuf. Ergebnisse werden Ende der Woche erwartet.

          An neun Frühgeborenen war in der vergangenen Woche der Krankenhauskeim MRSA gefunden worden. Keines der Kinder war erkrankt, ihr Zustand war nach Angaben vom Dienstag stabil. Eine externe Prüfung soll es auch bei der Reinigung in der zur Helios-Gruppe gehörenden Klinik geben. Damit werde ein spezialisiertes Beratungsunternehmen beauftragt. In einem Bericht von RTL war von gravierenden Hygiene-Mängeln die Rede gewesen.

          Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich und Gesundheitsdezernent Axel Imholz (beide SPD) werteten das Vorgehen der Klinik als positives Signal. Nur so könne verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden. Das Gesundheitsamt wird nach Angaben der Stadt unabhängig davon seine unangemeldeten Kontrollen an den HSK verstärken.

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