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Jahr der Herausforderungen : Hauptstadt der Staus

  • -Aktualisiert am

Noch immer unbebaut: Ob auf dem Wiesbadener Ostfeld ein Wohngebiet entsteht, ist noch nicht ausgemacht. Bild: Marcus Kaufhold

Vor der hessischen Landeshauptstadt liegt ein Jahr der Herausforderungen. Nicht nur im Hinblick auf bedeutsame Infrastrukturvorhaben, sondern auch wegen des Ringens um ein tragfähiges politisches Bündnis.

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          Bezahlbarer Wohnraum gilt als bedeutsame soziale Frage in Wiesbaden, und das Ostfeld ist nach der Überzeugung einer starken politischen Mehrheit in der Landeshauptstadt die überzeugendste Antwort darauf. Der geplante neue Stadtteil nahe Fort Biehler für bis zu 12.000 Einwohner nebst einem Behördenstandort für das zentralisierte Bundeskriminalamt mit seinen 7000 Mitarbeitern wird gleichwohl auch in diesem Jahr die Gemüter bewegen und heftigen Streit provozieren. Das neue Bündnis aus Grünen, SPD, Linkspartei und Volt wird zu diesem zentralen Punkt der Stadtentwicklung erst noch eine klare und tragfähige Position finden müssen. Den Grünen steht dabei womöglich eine innerparteiliche Zerreißprobe bevor, sodass die Opposition in dem neuen Bündnis schon den Sargnagel für das Ostfeld sieht. Doch so weit muss es nicht kommen. Dass sich die Gerichte schon in diesem Jahr mit der zu erwartenden Normenkon­trollklage gegen den Beschluss der Entwicklungssatzung für das Baugebiet beschäftigen werden, ist wenig wahrscheinlich. Dessen ungeachtet müssen noch viele Fragen für das 680-Millionen-Euro-Projekt beantwortet werden, ehe vielleicht im Jahr 2027 die ersten Bewohner einziehen können.

          Geduldspiel für Pendler

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Unmittelbar nach der spektakulären Sprengung der 58 Jahre alten Salzbachtalbrücke Anfang November hat ihr Neubau schon begonnen. Die Wiesbadener werden schon bald die Pfeiler für das südliche Bauwerk in die Höhe wachsen sehen. Für die Pendler bleibt es allerdings ein schwieriges Jahr, weil der Neubau kaum vor dem ersten Quartal 2023 für den Verkehr freigegeben werden kann. Daran ändert auch die Vorfertigung der Brückenteile nichts, von denen einige schon bei Dreieich auf den Einbau warten.

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