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Kleiner Waffenschein : Mit Schreckschusswaffen gegen die Angst

  • -Aktualisiert am

Nicht erlaubt: Der kleine Waffenschein ist für Schreckschusswaffen Pflicht. Bild: dpa

Viele Menschen nehmen ihren Schutz in die eigene Hand: Die Anträge für den kleinen Waffenschein bleiben auf hohem Niveau. In Wiesbaden wie auch in einem Landkreis, der als sehr sicher gilt.

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          Mehr als 2000 Wiesbadener besitzen mittlerweile einen kleinen Waffenschein und dürfen daher echt aussehende Gas- und Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit tragen. Im Rheingau-Taunus-Kreis haben 1390 Menschen die Erlaubnis, solche Waffen mit sich zu führen. Obwohl Politik und Polizei immer wieder betonen, dass die Landeshauptstadt und der Kreis sicher seien, fühlen sich viele Bürger verunsichert und glauben, ihren Schutz in die eigene Hand nehmen zu müssen. Die Diskussionen um Messerattacken und die Einführung von Waffenverbotszonen in Wiesbaden, bestätigt einige Menschen offenbar in ihrem Argwohn.

          Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wurden vor 2016 in Wiesbaden durchschnittlich 50 bis 60 kleine Waffenscheine im Jahr beantragt, stieg die Zahl der Anträge 2016 sprunghaft auf 678 an, wie Michaela Lanio von der Waffenbehörde bestätigt. Vergangenes Jahr wurden 346 kleine Waffenscheine ausgestellt und in diesem Jahr waren es bis zum 30. April 63. „Die Zahlen gehen derzeit etwas zurück, verharren aber auf einem hohen Niveau“, konstatiert die Expertin. Derzeit haben exakt 2047 Wiesbadener einen kleinen Waffenschein; Ende 2016 waren es rund 1550.

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