Frankfurter Altstadt : Abraham und Anna sind zurück
Auf dem Hühnermarkt kreischt eine Kreissäge. Der Architekt Jochem Jourdan - dünn gerahmte Brille, silberner Schutzhelm, halblange Haare in ähnlicher Farbe - steht auf dem zentralen Platz in der Altstadt und lässt den Blick über die Baustelle schweifen. Wand an Wand entstehen hinter den Gerüsten die Häuser der Altstadt. Es ist früh am Nachmittag, die Bauarbeiter kommen gerade aus der Mittagspause. Wenn einer von ihnen um die Ecke biegt und sich auf den verwinkelten Gassen zwischen den eingerüsteten Rohbauten nähert, lässt sich schon erahnen, wie die neue Altstadt einmal wirken wird, wenn sie fertig und voller Leben ist. Ein dichtes Gefüge von Gebäuden und Freiräumen. „Wir führen den Nachweis, dass eine so dichte Bebauung auch im 21. Jahrhundert möglich ist“, sagt Jourdan und eilt voran.

