https://www.faz.net/-gzg-acg1p

Bandenkriminalität : Wieder Schüsse im Allerheiligenviertel

Das Allerheiligenviertel in der Frankfurter Innenstadt gilt als Drogenumschlagplatz. Bild: Klenner, Maria

Abermals wurde im Allerheiligenviertel geschossen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass auch diese Tat mit dem Verteilungskampf zweier Gruppierungen um Drogen zusammenhängt, wäre das eine weitere Stufe der Eskalation.

          2 Min.

          Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate sind an der Allerheiligenstraße in der Frankfurter Innenstadt Schüsse gefallen. Wie die Polizei mitteilte, wurde in der Nacht zum Montag ein 23 Jahre alter Mann schwer verletzt. Er wurde durch eine Kugel am Bein getroffen. Dem Vernehmen nach ereignete sich die Tat vor einer Shisha-Bar. Wie auch bei der ersten Schießerei Ende Januar hatten Anwohner die Auseinandersetzung  mitbekommen und die Polizei gerufen. Die Ermittlungen, sagte ein Sprecher am Montagmorgen, liefen noch in der Nacht „auf Hochdruck“ an.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Polizei gibt den Ermittlungen auch deshalb eine so hohe Priorität, weil die Tat möglicherweise mit der Fehde zweier Gruppierungen zusammenhängt, die sich seit Januar dieses Jahres in dem Viertel einen Verteilungskampf rund um den Handel mit Drogen liefern. Mutmaßlich sollen auch andere Geschäftsfelder betroffen sein. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt sagte am Montag, derzeit seien die Hintergründe der Schießerei noch unklar. Es würden aber Zusammenhänge mit den vorangegangenen Straftaten im Bereich der Milieukriminalität unter Beteiligung beider Gruppierungen geprüft.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Produkt vieler Hände: Der Corona-Impfstoff von BioNTech.

          Impfstoffe : BioNTechs unbekannte Helfer

          Corona überraschte uns alle – trotzdem wurde innerhalb weniger Monate ein Impfstoff entwickelt. Über die Mainzer Firma BioNTech ist vieles bekannt, doch solch eine Produktion braucht viele helfende Hände. Wer sind die unbekannten Unterstützer?