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Rückkehr der Raubkatzen : Erstmals wieder Luchsmutter mit Jungen in Hessen gesichtet

  • Aktualisiert am

Nachwuchs gesichtet: Es gibt Hoffnung für den Luchs in Hessen. Bild: dpa

Hoffnung für eine stark geschrumpfte Population: In Hessen ist nach langer Zeit erstmals wieder ein weiblicher Luchs mit drei Jungtieren gesichtet worden.

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          Für die stark geschrumpfte Luchspopulation in Hessen gibt es neue Hoffnung. „In Nordhessen zieht in diesem Jahr wieder ein Luchsweibchen Nachwuchs groß“, sagte Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden. Ein Mitarbeiter von Hessen Forst habe Fotos der Luchs-Familie gemacht. Die Mutter und drei Jungtiere wurden im Reinhardswald gesichtet. Wegen des hohen Rehwildbestandes hätten sie sehr gute Chancen auf eine gute Zukunft in Hessen.

          „Das ist wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für alle, die sich für den Erhalt und Aufbau der Luchspopulation in Hessen einsetzen“, sagte Thomas Norgall, Koordinator des Arbeitskreis Hessenluchs und Naturschutzreferent des BUND Hessen. Ziel sei, dass der Luchs wieder ein fester Bestandteil der hessischen Tierwelt werde.

          Laut Umweltministerium waren im Oktober auf einem Holzstoß kleine Luchse gesehen worden. Damals hatte die hessische Luchsbeauftragte Petra Walter am Fundort Haare gesammelt. Eine Analyse des Forschungsinstituts Senckenberg in Gelnhausen ergab, dass es sich um ein Männchen aus der Population im Harz handelt. Nach weiteren Sichtungen gelangen am Montag Beweisfotos. Mit Fotofallen soll nun die Lage und die Größe des Streifgebietes der Tiere ermittelt werden.

          Anfang des Jahres schien die Zukunft von Hessens Luchsen noch ungewiss. Es gab keinen Nachweis eines Weibchens und die Zahl der männlichen Tiere war auf eins gesunken. Vor fünf Jahren lebten in Nordhessen noch sechs Raubkatzen dauerhaft. Doch zwei Tiere starben an der Krankheit Fuchsräude, zwei verschwanden und sind vermutlich auch tot. Im Harz gibt eine feste Population von Luchsen.

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