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Wohnbauflächen in Rhein-Main : Wie viele Baugebiete verträgt eine Region?

Bauen, bauen, bauen: Der Mangel an Wohnungen ist im Rhein-Main-Gebiet besonders ausgeprägt. Bild: Frank Rumpenhorst

Die Rhein-Main-Region sucht Flächen für rund 200.000 neue Wohnungen. Ein „Plankonzept 2.0" zeigt, was bleibt, wenn klimatische Aspekte berücksichtigt werden.

          3 Min.

          Würden die Regionalpolitiker bei der Planung neuer Baugebiete im Rhein-Main-Gebiet umfassend die klimatischen und lufthygienischen Folgen für die Städte und Gemeinden berücksichtigen, stünden in den Großstädten Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden und auch im Kreis Offenbach kaum noch Erweiterungsflächen zur Verfügung. Entfallen würde vor allem der von der Stadt Frankfurt im Nordwesten geplante neue Stadtteil, die sogenannte Josefstadt, die mittlerweile als Stadtteil der Quartiere firmiert. In Wiesbaden hätte nach strenger Auslegung der klimatischen Folgen das Ostfeld von der Region gar nicht als Entwicklungsgebiet ausgewiesen werden dürfen. Auch das von Planern vorgeschlagene Baugebiet Darmstadt-Süd im Stadtteil Eberstadt hat unter klimatischen Bedingungen keine Chance, jemals realisiert zu werden.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das ist das Ergebnis des „Aktualisierten Plankonzeptes 2.0“, das jetzt das Regierungspräsidium Darmstadt den Regionalpolitikern vorgestellt hat. Den Auftrag dazu hatte die Regionalversammlung Südhessen gegeben, die sich seit geraumer Zeit mit der Frage beschäftigt, wo und wie viele Neubaugebiete das Rhein-Main-Gebiet in den nächsten zehn bis 15 Jahren benötigt. Das Gremium ist zuständig, den neuen Regionalplan Südhessen aufzustellen, der Flächen für Baugebiete fürs Wohnen und fürs Gewerbe enthält.

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