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F.A.Z.-Leser äußern sich : Wie soll es mit Peter Feldmann weitergehen?

  • Aktualisiert am

Ist wegen der Bezahlung seiner Frau ebenfalls in die Awo-Affäre verwickelt: Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. Bild: Marina Pepaj

Rücktritt fordern? Auf Aufklärung warten? So reagieren F.A.Z.-Leser auf die Kita-Affäre um den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann.

          5 Min.

          Rücktritt unausweichlich

          Dieser Leser fordert persönliche Konsequenzen von Peter Feldmann
          Zu: „Alle Fragen offen“

          Als bisher überzeugter Feldmann-Verteidiger bin ich entsetzt darüber, wie dilettantisch sich der erst vor einem Jahr mit großer Mehrheit wiedergewählte Oberbürgermeister in dieser Affäre bisher verhalten hat: Er hat offenbar jegliche Bodenhaftung verloren, wenn er tatsächlich glaubt, mit seinen rechtlich vielleicht denkbaren, in der Außenwirkung jedoch völlig unsäglichen Erklärungsversuchen seine Haut retten zu können. Ich halte seinen Rücktritt für unausweichlich! Er selbst ist schon „verbrannt“, aber mit jedem weiteren Tag im Amt schadet er unter den gegebenen Umständen seinem Amt und dem Ansehen der Stadt Frankfurt. Als Nachfolgekandidat bei einer nötigen Neuwahl hätte wohl Mike Josef gute Chancen, zumal es die Union versäumt hat, nach den letzten beiden Wahlpleiten eine(n) geeignete(n) Kandidatin aufzubauen.

          Vergaloppiert hat sich Matthias Alexander allerdings mit seiner absoluten Schlussbemerkung „eines Awo-Netzwerkes, das bis auf den heutigen Tag dazu dient, Politiker der SPD mit zu gut bezahlten Posten zu versorgen“. Das wird der Awo und allen ihren amtlichen, aber auch ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die seit Jahrzehnten hervorragende Dienste leisten, nicht gerecht.

          • Walter Krombach, Rüsselsheim

          Feldmann schadet SPD

          Über Aussagen in einem Interview mit der Fraktionsvorsitzenden im Römer, Ursula Busch, wundert sich dieser Leser.

          Zu: „Jemand will Feldmann schaden“

          Das Interview mit Frau Busch in der Causa Feldmann lässt sich nur mit den drei Affen verstehen: „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“! Es ist selbstverständlich, dass eine so selbstbewusste Frau wie Frau Feldmann nicht mit ihrem Mann über die Gehaltseinstufung spricht, da doch ihr Mann diese Kita mit dem türkischen Generalkonsul initiiert hatte. Fragen Sie einmal die Kita-Mitarbeiterinnen im Bahnhofsviertel, was sie von der privilegierten Stellung der Leitung der Sonder-Kita Feldmann halten. Dieses Interview ist einer Fraktionsvorsitzenden einer Partei, die sich immer um die kleinen Leute kümmern will, unwürdig. Die Überschrift des Interviews sollte eher heißen „Feldmann schadet sich selbst und der SPD“.

          • Prof. em. Dr. med. Dr. h. c. Björn Lemmer, Frankfurt

          Umfassende Auskunft nötig

          Auch dieser Leser widmet sich dem Verhalten des Frankfurter Oberbürgermeisters.

          Warum klärt der Oberbürgermeister Feldmann die Affäre um seine Frau nicht wirklich auf? Alle, die ihm moralische Vorwürfe machen, sollte er verstummen lassen. Er ist beliebt und als freundlicher Sozialdemokrat bekannt. Er setzt sich für die Armen, Kinder, Schwachen und Flüchtlinge ein. Diese würden eventuell seine Erklärungen akzeptieren, auch wenn sie nicht den gängigen Moralvorstellungen entsprechen sollten. Da er sich aber keiner Schuld bewusst ist, glaubt er dieses Thema aussitzen zu können und das Verhalten der drei Affen nachahmen zu können: nicht sehen, nicht hören, nicht sprechen. Wenn der Oberbürgermeister Feldmann keine umfassende Auskunft zu diesem Thema machen möchte, sollte er einfach von seinem Amt als Oberbürgermeister zurücktreten.

          • Armin Hoim, Frankfurt

          Warten auf Ergebnisse der Untersuchungen

          Das beherrschende Thema der Berichterstattung aus Frankfurt ist in den vergangenen Tagen die Affäre um die Bezahlung der Gattin des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann. Und auch unsere Leser bewegt dieses Thema.

          Die Awo in Frankfurt/M. soll Leistungen abgerechnet haben, die sie nicht erbracht haben soll. Eine Beschäftigte der Awo soll zu viel Gehalt bekommen haben. Dazu gibt es laufende Ermittlungen und Untersuchungen. Z. B. einen Akteneinsichtsausschuss im Römer. Offensichtlich läuft also auf verschiedenen Ebenen einiges zur Aufklärung der Vorwürfe – und das ist gut so.

          Und dann gibt es den Oberbürgermeister Feldmann, der Mitglied der Awo ist und mit der angeblich zu hoch bezahlten Mitarbeiterin verheiratet ist. Und von dem fordern nun alle möglichen Leute: Er solle sich erklären. Dass man die laufenden Untersuchungen nicht abwartet, ist schon eigentümlich. Aber zu was bitte soll er sich erklären? Das würde doch nur Sinn machen, wenn man ihm konkrete Vorwürfe, möglichst belegte, machen könnte für Fehlverhalten vom ihm selbst. Da wird aber nur geraunt, er könnte ja von diesem oder jenem gewusst haben. Er könnte ja Druck auf die Awo bzgl. der Bezahlung seiner Gattin ausgeübt haben.

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