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Das dritte Geschlecht : Stellenanzeige schreibt sich jetzt mit „d“

Mit „m/w/d“: Neue Kürzel in Stellenanzeigen sollen Diskriminierungsklagen verhindern. Bild: Victor Hedwig

Auf das dritte Geschlecht haben sich Unternehmen in der Rhein-Main-Region mittlerweile eingestellt. Doch so manche Frage ist unbeantwortet. Droht bei fehlender Umsetzung eine Klage wegen Diskriminierung?

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          Die Latte-macchiato-Fraktion, wie Annegret Kramp-Karrenbauer sie nennt, sitzt offenbar nicht nur in Berlin, sondern auch am Frankfurter Flughafen. Die Beweise dafür sind auf der Internetseite des Betreibers Fraport zu finden. Gut 150 Stellen sind dort aktuell ausgeschrieben, vom Flugzeugabfertiger über die Reinigungskraft und den Multichannel-Marketingpraktikanten bis hin zur Fachkraft für Arbeitssicherheit. Und hinter jedem Jobtitel stehen drei Buchstaben: m/w/d. Das steht für „männlich“, „weiblich“ und „divers“.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Fraport ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen. Eine Stichprobe aus den Karriereportalen großer Betriebe in der Region. Ob Commerzbank, Heraeus, Infraserv, Merz Pharma oder auch die Vermittlungsbörse der Arbeitsagentur: Überall finden sich meist die drei Buchstaben. Die Deutsche Bank variiert und schreibt auch schon mal die englische Version „f/m/x“ – bei Merck in Darmstadt steht mitunter einfach „All Genders“ (alle Geschlechter).

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