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Corona-Demos in Frankfurt : Protestierer in Klausur

Eine Karikatur von Greser & Lenz zu den Verschwörungstheorien rund um Corona. Bild: Greser & Lenz

Die Frankfurter Corona-Kritiker haben ihre Demonstrationen an der Weseler Werft ausgesetzt. Warum ist ihr lautstarker Protest so schnell verpufft?

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          Es war das, was von manchen ein „gäriger Haufen“ genannt wird: Die einen störten sich an der Einschränkung von Grundrechten, andere wollten gegen die „Pharma-Lobby“ mobil machen. Es gab jene, die sich Sorgen machten um die Kinder, die Kitas, Schulen und Horte nicht mehr besuchen durften, und jene, die Bill Gates zum Teufel stempelten, weil sie daran glauben, dass er die Welt mit Impfungen und allerhand weiterem Unheil überziehen will. Zunächst war es nur eine Handvoll Menschen, die zur Alten Oper kamen, um zu protestieren, doch bald wurden die Demonstrationen – wohl auch, weil sie in anderen Städten wie Berlin, Stuttgart und München so erfolgreich waren – immer größer. Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen sorgten für allgemeines Aufsehen und viel Aufmerksamkeit in den Medien.

          Alexander Jürgs

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Doch nun scheint die Bewegung am Ende. Die Kundgebungen an der Weseler Werft, wohin die Protestierenden nach den ersten Aufmärschen in der Frankfurter Innenstadt gezogen waren, finden nicht mehr statt – vorerst, wie die Veranstalter betonen. Man müsse „in Klausur gehen“, sich neu sortieren und nachdenken, sagt Hajo Köhn, ein früherer Aktivist der linken Occupy-Bewegung, der die Demonstrationen angemeldet und geleitet hatte.

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