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Streckensanierung : Ohne Handarbeit geht es nicht

Immer in Bewegung: Die ganze Baustelle rollt über die Schienen, so auch dieser Arbeitssitz. Bild: Wolfgang Eilmes

Der Schnellumbauzug trägt trotz Trippelschritt-Tempos seinen Namen zu Recht. Mit ihm wird die Taunusbahnstrecke saniert. Danach haben die Fahrgäste mehr Komfort.

          3 Min.

          Schwere Maschine im Einsatz, aufgepasst. Dass dabei Sicherheitsvorschriften zu beachten sind, kann man sich vorstellen. Erst recht, wenn das Ganze auf Bahngleisen stattfindet. Selbst wenn dort zwei Wochen lang keine regulären Züge fahren. Aber was hat der Mann nur immer mit seiner Warnung, bloß die Finger von dem Wagen zu lassen, auf dem die Betonschwellen in drei Schichten gestapelt sind? Die Antwort gibt kurz darauf der Portalkran, als er sich in Bewegung setzt. Das hochbeinige Arbeitsgerät mit einer Kabine mitten über dem Arbeitszug saust mit unerwartet hoher Geschwindigkeit den Schwellentransportwagen entlang, nimmt mit seitlichen Greifern 30 Betonschwellen auf einmal auf, saust zurück und bestückt damit die Kassette im Kernstück des Schnellumbauzugs.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Das also meinte Florian Bauer, als er davon sprach, man solle nicht den Verlust einer Hand riskieren. Denn der tonnenschwere Kran rollt an den Außenkanten des Wagenaufbaus entlang, an denen man sich deshalb tunlichst nicht festhalten sollte. Bauer ist technischer Leiter des Fachunternehmens, das in den Herbstferien drei Gleisabschnitte der Taunusbahn erneuert. 4,4 Millionen Euro gibt der Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) aus, um insgesamt fünf Kilometer Bahnstrecke auf Vordermann zu bringen. Erstmals wird die Instandhaltung vom Land Hessen gefördert. „Wir erwarten etwa drei Millionen Euro“, sagt VHT-Geschäftsführer Frank Denfeld beim Ortstermin.

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