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Whistleblower-Gesetz : Was Mitarbeiter tun können, wenn im Unternehmen etwas schief läuft

Schutz für Tippgeber: Um Skandale wie im Fall Wilke aufzudecken, hat die EU im April eine neue Richtlinie beschlossen. Bild: dpa

Der Fall der Wurstfabrik Wilke wirft die Frage auf, was Beschäftigte machen können, wenn sie von Fehlverhalten in dem Unternehmen wissen, für das sie arbeiten. Die Mängel intern melden? Anzeige erstatten? Die Rechtslage ist kompliziert. Ein Überblick.

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          Schimmlige Salami, verdreckte Ecken, undichte Rohre – die Bilder, die ein ehemaliger Berater von Wilke Wurstwaren vor wenigen Tagen veröffentlicht hat, deuten darauf hin, dass gefährliche Hygienemängel lange bestanden, bevor die drei Todesfälle bekannt wurden. Aber warum haben Beschäftigte das nicht schon früher bei Behörden angezeigt?

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aus Angst, glaubt Marta Böning. Die Arbeitsrechtlerin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ist Expertin für sogenannte Whistleblower, also Menschen, die Behörden oder auch die Öffentlichkeit über Fehlverhalten in Unternehmen oder etwa Geheimdiensten informieren. „In ihrem beruflichen Umfeld werden sie fast immer schikaniert“, schreibt Böning in einem Positionspapier, mit dem sie im Auftrag des DGB in Europa für eine Whistleblower-Richtlinie geworben hat. Solche Tippgeber fürchten um ihre Karriere, ihren Job und nicht selten auch strafrechtliche Konsequenzen.

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