https://www.faz.net/-gzg-9lvd7

Erlösende Nachricht : Weltkriegsbombe in Wiesbaden entschärft

Fundort der Bombe in Wiesbaden: Die Entschärfung war erfolgreich. Bild: dpa

Die 2800 Anwohner aus Wiesbaden können aufatmen. Sie können schon am Abend zurück in ihre Häuser. Die Weltkriegsbombe ist entschärft. Am Sonntag soll eine Bombe in Frankfurt entschärft werden.

          1 Min.

          Früher und schneller als erwartet konnten Einsatzkräfte, Rettungsdienst und die Bürger von Bierstadt am Abend aufatmen: Um 18.34 Uhr kam von der Polizei die erlösende Nachricht, dass die 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe, die am Mittwoch auf Baufeld eines Neubaugebiets bei Wiesbaden-Bierstadt entdeckt worden war, entschärft ist. Kurze Zeit später konnten die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Aus Sicherheitsgründen war bis um 13 Uhr eine Zone im Radius von 700 Metern um die Fundstelle der amerikanischen Fliegerbombe evakuiert worden. Insgesamt mussten 2800 Anwohner ihre Häuser vorsorglich verlassen, ebenso die 240 Bewohner von zwei Altenwohnheimen und die Kinder eines Kindergartens. Für die Notunterbringung hatte die Stadt die Sporthalle an der Theodor-Fliedner-Schule hergerichtet.

          Auch die Beamten des vierten Polizeireviers an der Dresdner Straße hatten sich vorübergehend eine neue Bleibe suchen müssen. Die Bundesstraße 455 wurde für die Dauer der Bomben-Entschärfung für den Verkehr gesperrt. Die Entschärfung mit einer sogenannten Raketenklemme, die den Zünder entfernt, war kurzfristig um eine Stunde vorverlegt worden, nachdem die Evakuierung der Siedlung zügiger als erwartet verlaufen war.

          Anwohner in der zweiten Reihe dürfen bleiben

          In der Frankfurter Innenstadt soll am Sonntagvormittag eine im Main entdeckte Weltkriegs-Bombe entschärft werden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, müssen dazu im Bereich der Alten Brücke die ersten Häuserreihen geräumt werden. Davon seien etwa 600 Bewohner betroffen. Die Anwohner in der zweiten Häuserreihe dürfen während der Entschärfung in ihren Wohnungen bleiben. Sie sollen jedoch die dem Main zugewandten Fensterbereiche meiden. Zugleich sind sie angehalten, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten.

          Außerdem werde es im Straßen- und Schifffahrtsverkehr sowie im öffentlichen Nahverkehr am Sonntag zu Sperrungen kommen. Details wurden zunächst nicht genannt. Betroffene Anwohner, die ihre Häuser verlassen müssen, werden im Ratskeller des Rathauses (Römer) vorübergehend Zuflucht finden. (dpa.)

          Weitere Themen

          Für Frauen und alle anderen

          Kinothek aus Frankfurt : Für Frauen und alle anderen

          Die Kinothek Asta Nielsen schafft Raum und Sichtbarkeit für kulturschaffende Frauen und Künstlerinnen. Jetzt wird sie vom Land Hessen institutionell gefördert und plant neue Projekte.

          Im Schutzanzug am Seziertisch

          Corona-Leichen : Im Schutzanzug am Seziertisch

          Das Frankfurter Institut für Rechtsmedizin hat jetzt einen eigenen Sektionssaal für „Corona-Leichen“. Die Mediziner sammeln dort vor allem Informationen über die Infektiosität des Virus.

          Topmeldungen

          Michael Zahn hat sich mit Äußerungen zur Wohnungspolitik in Berlin nicht überall beliebt gemacht.

          Deutsche-Wohnen-Chef Zahn : Der unbeliebte Vermieter

          Nach 14 Jahren hat die deutsche Hauptstadt wieder einen Dax-Konzern. Michael Zahn ist der Mann, der ihn führt. Doch viele Berliner sind auf den Immobilienmanager nicht gut zu sprechen.
          Die Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters Wirecard im bayrischen Aschheim.

          Marktmanipulation : Bafin zeigt Wirecard an

          Nach den Vorwürfen wegen Marktmanipulation gegen den Zahlungsdienstleister hat nun die Finanzaufsicht Bafin Anzeige erstattet. Die Geschäftsräume des Unternehmens in Bayern wurden untersucht. Die Vorwürfe richten sich gegen Vorstände.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.