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Nach vier Stunden Arbeit : Weltkriegsbombe in Mittelhessen entschärft

  • Aktualisiert am

In Cölbe gehen immer wieder Hinweise auf Fliegerbomben ein. Zuletzt wurde ein 500-Kilogramm-Bombe entdeckt und nun entschärft. Das Bild zeigt eine Fliegerbombe in Kassel. Bild: dpa

Etwa 350 Anwohner um den Fundort bei Cölbe müssen für die Entschärfung der Bombe ihre Häuser verlassen. Es ist wahrscheinlich nicht die letzte Bombe, die dort gefunden wird.

          Eine 500 Kilo schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat der Kampfmittelräumdienst in Mittelhessen erfolgreich entschärft. Dazu wurden zwei Zünder des Blindgängers abgeschraubt, wie Sprecher Florian Sauermann von der Gemeinde Lahntal am Dienstag berichtete.

          Etwa 350 Menschen im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort zwischen Lahntal und Cölbe hatten ihre Häuser verlassen müssen, damit die Experten des Kampfmittelräumdienstes ihre Arbeit beginnen konnten. Auch mehrere Straßen wurden gesperrt. Neben dem Kampfmittelräumdienst waren zahlreiche Polizeibeamte sowie Feuerwehrleute im Einsatz.

          Die Evakuierung begann um acht Uhr morgens und sei problemlos verlaufen, sagte der Gemeindesprecher: „Die Leute waren vorbereitet.“ Viele Anwohner seien bereits auf der Arbeit oder in der Schule gewesen. Andere kamen für die Zeit der Entschärfung im Bürgerhaus unter. Polizisten klingelten nach Angaben der Gemeinde an jeder Haustür, um zu überprüfen, dass die Bewohner ihre Wohnungen verlassen hatten. Für eine kurze Verzögerung sorgte ein Jogger, der sich nach Angaben der Polizei der Sicherheitszone genähert hatte. Um kurz nach 12.00 Uhr durften die Menschen wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

          Der Blindgänger war von Experten des Kampfmittelräumdienstes in einem Waldstück zwischen Cölbe und dem Lahntaler Ortsteil Göttingen gefunden worden. „Das Gebiet war ein strategisches Ziel im Zweiten Weltkrieg, weil in unmittelbarer Nähe zum Fundort eine Bahnstrecke verlief beziehungsweise immer noch verläuft“, zitierte das Online-Portal hessenschau.de Lahntals Sprecher Sauermann. Weil es immer wieder Hinweise auf mögliche Bombenfunde gebe, werde der Wald systematisch abgesucht.

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