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Großräumige Sperrung : Weltkriegsbombe am Frankfurter Flughafen gefunden

  • Aktualisiert am

Eine 250-Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde unweit des Frankfurter Flughafens gefunden. Die Entschärfung ist noch für diesen Abend geplant.

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          Nur wenige hundert Meter vom Frankfurter Flughafen entfernt ist eine Weltkriegsbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper wurde am Montagmittag gegen 13.30 Uhr in einem Feld bei Kelsterbach entdeckt, wie die Polizei berichtete. Noch in der Nacht auf Dienstag (23.00 Uhr) soll die britische Fliegerbombe entschärft werden. Dazu müssen auch Wohnhäuser und ein Hotel evakuiert werden. Zudem werden die Autobahn 3, eine Bundesstraße und die am größten deutschen Flughafen vorbeiführenden Bahnstrecken gesperrt.

          Der Flughafenbetreiber Fraport rechnete angesichts des Nachtflugverbots zwischen 23.00 und 5.00 Uhr mit keinerlei Einschränkungen des Flugverkehrs. Starts gebe es nach 23.00 Uhr nicht mehr, sagte ein Sprecher. Sollten verspätete Flugzeuge landen wollen, könnten sie dies auf der Südbahn tun, die nicht betroffen sei.

          Anwohner und Hotelgäste sollen das Gebiet verlassen

          Die Polizei erklärte, wegen der Autobahnsperrung müsse mit erheblichen Beeinträchtigungen gerechnet werden. Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren. Um den Fundort wurde eine Sicherheitszone von 700 Metern eingerichtet. In der Nähe befindet sich auch der ICE-Bahnhof des Flughafens.

          Bis 21.30 Uhr sollen bis zu 400 Anwohner und Hotelgäste das Gebiet verlassen haben, ab 22.00 Uhr werde ein Hubschrauber aus der Luft den Bereich kontrollieren, sagte eine Polizeisprecherin. Die A3 soll ab 22.00 Uhr zwischen Mönchof-Dreieck und Frankfurter Kreuz voll gesperrt werden, auch die Bundesstraße 43 wird gesperrt. Entgegen ersten Angaben der Polizei befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft nicht in dem Bereich, der evakuiert werden muss. Zur Entschärfung sollen Spezialisten des Kampfmittelräumdiensts des Regierungspräsidiums Darmstadt anrücken.

          Immer wieder werden vor allem bei Bauarbeiten Weltkriegsbomben gefunden, wie Anfang dieses Jahres wurde am Frankfurter Holbeinsteg. Damals mussten 900 Anwohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass die Bombe keinen Zünder hatte, so dass keine Entschärfung nötig war.

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