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Welt-Aids-Tag : So fühlt es sich an, HIV-positiv zu sein

  • -Aktualisiert am

HIV-positiv und dennoch voller Lebensfreude: Stefan Miller kämpft gegen Klischeebilder. Bild: Marina Pepaj

Eine Infektion mit dem HI-Virus bedeutet heutzutage kein Todesurteil mehr. Stefan Miller aus Langen kann dank Medikamenten ein normales Leben führen. Anlässlich des Welt-Aids-Tags erzählt er seine Geschichte.

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          Inzwischen kann Stefan Miller mit Humor über den Moment sprechen, in dem er die schockierende Diagnose bekam. „Diesen Test habe ich gewonnen–positiv. So wurde es mir gesagt“, erzählt der 41 Jahre alte Mann. Er beschreibt jenen Augenblick im Jahr 2013, in dem er von seinem Arzt erfuhr, dass er sich mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert hatte. Das Virus schwächt die körpereigenen Abwehrkräfte und kann das Immundefektsyndrom Aids mit tödlichen Krankheiten zur Folge haben.

          Seinen Arzt musste er erst einmal davon überzeugen, ihn überhaupt auf HIV zu testen. Zuvor hatte er monatelang an Magen-Darm-Infekten und Halsentzündungen gelitten. Doch auf die Idee, dass dieses Virus die Ursache der Symptome sein könnte, kam zunächst niemand–obwohl Miller als homosexueller Mann zu einer der am häufigsten betroffenen Bevölkerungsgruppen gehört. „Als ich vorschlug, doch einfach mal einen HIV-Test zu machen, sagte mein Hausarzt, das sei Quatsch“, erinnert er sich. Erst die Zusage, den Test selbst zu bezahlen, brachte kurze Zeit später Gewissheit.

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