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Weiterführende Schulen : Zehn Prozent der Viertklässler gehen leer aus

Ärgernis: Hunderte Frankfurter Viertklässler können nicht auf die weiterführende Schule wechseln, auf die sie gerne möchten (Symbolbild) Bild: dpa

Jahr für Jahr gibt es in Frankfurt viel Ärger - aus dem immer gleichen Anlass: Viertklässler können nicht auf die weiterführende Schule wechseln, auf die sie gerne möchten.

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          Das Kultusministerium hat bestätigt, dass etwa jeder zehnte Frankfurter Grundschüler keinen Platz an der gewählten weiterführenden Schule bekommt. Von den etwa 5600 Viertklässlern, die vor dem Schulwechsel stehen, seien 544 sowohl beim Erst- als auch beim Zweitwunsch leer ausgegangen. Ein Ministeriumssprecher wies auf das Schulgesetz hin, das keinen Anspruch auf eine bestimmte Schule gewährt. Auch die Schulform ist nicht garantiert: Von den rund 300 Schülern, die von überfüllten Gymnasien abgewiesen wurden, werden rund 150 an Kooperative Gesamtschulen geschickt.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Mit der Situation in Frankfurt beschäftigte sich auch der Kulturpolitische Ausschuss des Landtags. Die FDP forderte in einem Antrag, dass die Eignung eines Schülers für den gewählten Bildungsgang künftig wieder eine Rolle spielen müsse, wenn es nicht ausreichend Platz an der gewünschten Schule gibt.

          „Derzeit darf ein Schulleiter die Eignung eines Schülers nicht berücksichtigen“, kritisierte der FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich. Das führe dazu, dass zum Beispiel ein Gymnasium sehr gute Schüler ablehnen, schlechte aber aufnehmen müsse. Dass der Ausschuss den Antrag ablehnte, hält Greilich für unverständlich. Es gehe nur um ein ergänzendes Kriterium für Situationen, in denen Schulleiter zu wenige Plätze hätten und sich zwischen mehreren Schülern entscheiden müssten.

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