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Weinlese in Rheinhessen : Revolution mit robusten Reben

Gute Erträge: Lese im Weinberg von Eva Vollmer am Rande des Mainzer Stadtteils Ebersheim Bild: Frank Rumpenhorst

Die Menge stimmt und die Qualität wohl auch: Der Regen der vergangenen Wochen hat den rheinhessischen Winzern doch noch einen erfreulichen Herbst beschert.

          3 Min.

          Bis zum Wochenende wollen die meisten Winzer in Rheinhessen, Deutschlands größtem Weinanbaugebiet, die Lese abgeschlossen haben. Nach einem ebenso regenreichen wie anstrengenden September sei die Arbeit in den Wingerten inzwischen zu fast 90 Prozent abgeschlossen, schätzt Bernd Prior vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Oppenheim. Der Leiter der Abteilung Weinbau, Oenologie und Weinmarkt geht davon aus, dass es trotz des trockenen Sommers am Ende rund 2,5 Millionen Hektoliter Weinmost sein werden, also ein für Rheinhessen, wo knapp 2400 Betriebe in 133 Gemeinden gut 27.000 Hektar bestockte Rebfläche bewirtschaften, durchschnittliches Leseergebnis.

          Markus Schug
          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Bevor der Regen kam, hatten viele Experten mit Blick auf den aktuellen Jahrgang eine eher geringe Saftausbeute und extrem hohe Alkoholgehalte prognostiziert. Mittlerweile freue man sich allerdings „über Mostgewichte von 80 bis 90 Grad Oechsle, die sehr gut zu dem Ideal passen, dass sich die Verbraucher wünschen“, meint etwa Udo Diel, der die Arbeit in den Weinbergen im Auftrag des Vereins Rheinhessenwein regelmäßig beobachtet. Äußerst moderate Säuregehalte und bei den roten Sorten sehr farbintensive Moste hätten die meisten Winzer zum Schluss doch noch froh gemacht.

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