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Weinbauverband vor der Wahl : Unter den Rheingauer Winzern gärt es weiter

Revolte der Winzer: Trotz der Idylle gärt es unter den Weinbauern im Rheingau. Bild: Mauritius

Der Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes trotzt seinen vielen Kritikern und tritt wieder an. Es gibt aber einen Gegenkandidaten und einen Reformvorschlag.

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          Der bisherige Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes, der Martinsthaler Winzer Peter Seyffardt, bewirbt sich um eine vierte dreijährige Amtszeit. Er selbst hatte seine Kandidatur im April überraschend infrage gestellt, nachdem sich zum Jahreswechsel der Unmut zahlreicher Winzer über Seyffardts Verbandsführung entladen hatte. Wie berichtet, hatten mehr als 30 Winzer eine Umstrukturierung des Verbandes gefordert mit einem „neutralen, bezahlten, geschäftsführenden Vorsitzenden“ und eventuell einem Präsidenten, „aber nur zum Präsidieren und um Beschlussergebnisse nach außen zu tragen“.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Nach dem Bekanntwerden des Brandbriefes hatte es auch Solidaritätsbekundungen für Seyffardt gegeben. Der Hochheimer Winzer Gunter Künstler, selbst Mitglied des Vorstands, hatte sich in einem Schreiben an seine Winzerkollegen gewandt, Seyffardt gegen die erhobenen Vorwürfe verteidigt und dessen Leistungen seit der Amtsübernahme 2016 gelobt. Seyffardt leiste eine „sehr zeitintensive, gewissenhafte Arbeit in einem ehrenamtlichen Fulltime-Job“, schrieb Künstler und bat seine Kollegen um Unterstützung.

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