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Weihnachtszirkus Carl Busch : Leben für die Manege

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Dressur: Der Tierlehrer Manuel Frank präsentiert dem Publikum in der Vorstellung der „Christmas Circus“ sechs Araber und sechs Friesenhengste. Bild: Maria Klenner

Wer sich dem Zirkus verschreibt, der muss viel Idealismus mitbringen. Auch den Artisten des Circus Carl Busch wird einiges abverlangt.

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          Für die Zuschauer ist der Zirkus ein einziges Vergnügen, eine Welt der Wunder und Sensationen. Für die Artisten und ihre Helfer aber ist der Zirkus vor allem harte Arbeit, die ihnen großes Engagement und Vielseitigkeit abverlangt. Kelly Saabel zum Beispiel. Als Mitglied einer deutsch-italienischen Zirkus-Familie gastiert sie gerade mit dem Circus Carl Busch in Frankfurt, der auf dem Festplatz am Ratsweg noch bis zum 7.Januar sein Programm „The Great Christmas Circus“ präsentiert. Und dabei reitet die junge Frau nicht nur mit ihrer Schwester Alexandra auf dem Pferd in die Manege und präsentiert dort eine Handstandnummer. Nein, in der Vorstellungspause verkauft sie auch Popcorn an die Gäste und lässt sich anschließend im zweiten Teil der Show zusammen mit Schwester und Mutter von Hunden auf einem Schlitten in den Ring ziehen.

          Die Auftritte in der Manege sind allerdings nur der sichtbare Teil der Arbeit. Guilherme Sepuveda und seine Mitflieger von der brasilianisch-argentinischen Truppe „Flying Zuniga“ beispielsweise müssen auch jeden Tag am Trapez trainieren. Jede Pause bringt die Könige der Lüfte aus dem Takt, schnell greift einer der Artisten einmal daneben und landet im Fangnetz. Wie schwer die fliegenden Zunigas schuften, lässt sich allein schon an den Schwielen an ihren Händen ablesen.

          Kontrolle jedes Zirkus-Tieres

          Aber auch Manuel Frank, Tierlehrer und Stallmeister im Circus Carl Busch, präsentiert nicht nur edle Araber und Friesen – er muss die Tiere natürlich auch füttern und tränken und dafür sorgt, dass sie in ihren Stallungen gut untergebracht sind. Kommt der Zirkus in eine neue Stadt, muss Frank seine Schützlinge zuerst einmal vom örtlichen Veterinär kontrollieren lassen und seine Bücher vorzeigen, in denen der Zustand jedes einzelnen Zirkus-Tieres penibel dokumentiert sein muss.

          Reich wird beim Zirkus niemand. Das fahrende Artistenvolk steht ökonomisch enorm unter Druck. Viele Zirkus-Unternehmen verzichten deshalb zum Beispiel mittlerweile auf eine eigene Kapelle und spielen nur noch Musik vom Band. Bei Carl Busch ist das anderes: Betreiberfamilie Wille leistet sich nach wie vor ein eigenes Orchester. Und natürlich einen Clown. Denn ohne einen richtigen Spaßmacher ist ein Zirkus kein richtiger Zirkus. Beim Circus Carl Busch spielt der Italiener Jimmy Folco diese Rolle. Sie ist ihm auf den Leib geschneidert. Als er mit 14 Jahren zum ersten Mal allein vor dem Publikum stand, hat niemand gelacht. Aber heute bringt er jeden Miesepeter zumindest zum Lächeln.

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