https://www.faz.net/-gzg-7wpl3

„Warenhäuser weiter wichtig“ : Weihnachtsgeschäft: Händler rechnen mit Plus

  • Aktualisiert am

Konsumlaune: Der Hesse plant im Mittel Geschenkausgaben von 498 Euro, wie es beim Handelsverband Hessen heißt Bild: Sick, Cornelia

Hessens Einzelhändler gehen mit Zuversicht ins Weihnachtsgeschäft. Der Branchenverband rechnet mit einem Umsatzzuwachs von 1,2 Prozent. Dabei liegen die Hessen bei den Ausgaben über dem Bundesschnitt.

          1 Min.

          Der hessische Einzelhandel hofft im Weihnachtsgeschäft auf klingelnde Kassen. Die Branche erwartet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von etwa 1,2 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro, wie der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Hessen, Michael Kullmann, in Frankfurt erklärte.

          Für das Gesamtjahr 2014 peilt der Einzelhandel einen Jahresumsatz von 41,2 Milliarden Euro an. Das wären 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verbraucher zeigten sich weitgehend unbeeindruckt von der schlechteren gesamtwirtschaftlichen Lage und den geopolitischen Krisen.

          „Warenhäuser wichtig für Innenstädte“

          Den Warenhäusern schreibt der Verband trotz der andauernden Turbulenzen um Karstadt weiter eine tragende Rolle zu. Seien sie doch „für die Innenstädte wichtige Magneten“, sagte Verbandsgeschäftsführer Michael Kullmann. „Wenn es Karstadt in Wiesbaden nicht mehr gäbe, hätten wir ein Problem.“

          Zuletzt habe sich das Konsumklima wieder leicht verbessert, so dass die Bürger nach Einschätzung des Handels im Schnitt 447 Euro für Geschenke ausgeben wollten. Der Hesse lege noch einmal 50 Euro drauf und plane Geschenkausgaben von 498 Euro.Bis zu 30 Prozent ihres Umsatzes

          Bis zu 30 Prozent des Umsatzes

          Das Weihnachtsgeschäft ist für den stationären Handel extrem wichtig. Einzelne Branchen wie Spielwaren oder der Buchhandel machen in den letzten beiden Monaten des Jahres bis zu 30 Prozent ihres Umsatzes.

          Dessen ungeachtet sind kleine Läden mit 100 bis 200 Quadratmetern Verkaufs besonders in ländlichen Gegenden aus Sicht des Verbands auf Dauer nur durch Subventionen oder den Verzicht auf Ladenmiete zu erhalten. In manchen kleinen Städten wie Hofheim nahe Wiesbaden machten die Händler, die ihr eigener Vermieter seien, beinahe die Hälfte der Branche aus. Verbandsweit liege diese Quote aber unter fünf Prozent, sagte Präsident Friedrich Wagner.

          Weitere Themen

          Grönland leuchtet in allen Farben

          Ausstellung in Frankfurt : Grönland leuchtet in allen Farben

          Das Archäologische Museum in Frankfurt zeigt eine Ausstellung über die Geschichte der Arktis-Insel. Seit 4500 Jahren wird diese von Menschen bewohnt und gibt Einblicke, wie es mit der Menschheit weitergehen könnte.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.