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Trockenheit bereitet Sorgen : „Wassercent“ für den Stadtwald

Warnzeichen Kronen: Der Blick zu den Wipfeln zeigt, wie schlecht es den Bäumen im Frankfurter Stadtwald geht. Bild: Wolfgang Eilmes

„Dramatisch“ nennt die Frankfurter Umweltdezernentin die Lage des Stadtwalds. Sorgen bereiten ihr die Bäume und das Grundwasser. Daraus leitet Rosemarie Heilig eine Forderung ab.

          3 Min.

          Die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig wünscht sich derzeit nur eines: einen ganz normalen Sommer. „Das wäre super“, sagt die Grünen-Politikerin. Nicht heiß und trocken, wie es in den vergangenen drei Jahren war und wie es sich in der vergangenen Woche schon wieder angedeutet hat. Denn die Bäume in der Stadt, an Straßen und in Parks, haben sehr gelitten, und auch die im Wald. „Die Situation im Stadtwald ist dramatisch“, sagt Heilig. Sie weist auf den Zustandsbericht vom Herbst hin, wonach fast jeder Baum, genau 98,9 Prozent der Gehölze, mehr oder weniger krank sind, mehr als jeder zehnte Baum bereits als „tot“ gilt. „Wir verlieren im Stadtwald alle Baumarten, auch die als so robust geltenden Eichen, Buchen und Kiefern“, sagt Heilig. Dabei hätten diese Arten sogar das „Waldsterben 1.0“ in den achtziger Jahren überlebt.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Aussage mag für manchen überraschend klingen, der dieser Tage im Stadtwald spazieren geht und einen sattgrünen Wald sieht. „Das stimmt“, bestätigt Heilig. Doch die Kronen der Bäume sehe man von unten kaum, und dort zeigten sich die Schäden. Dass der Wald derzeit so grün aussieht, hat mit den üppigen Niederschlägen der vergangenen Wochen zu tun, die den Waldboden auch in den tieferen Schichten mit Wasser durchtränkt hätten. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem die jungen Bäume, ob sie nun eigens gepflanzt wurden oder ob sich die Natur selbst verjüngt. Das entspanne die Lage für den Moment ein wenig, sagt Heilig.

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