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Breites Bündnis gegen Partei : Wegen Protest: AfD sagt Höcke-Auftritt ab

  • Aktualisiert am

Tritt doch nicht in Fulda auf: AfD-Funktionär Höcke Bild: dpa

Spitzenfunktionär Björn Höcke sollte für die AfD in Fulda auftreten - das wollte sich der Verein „Fulda stellt sich quer“ nicht bieten lassen. Er kündigte Protest an - die AfD sagt ihren Empfang ab.

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          Nach der Ankündigung von Protesten hat die Alternative für Deutschland (AfD) eine für Samstag geplante Veranstaltung mit dem Spitzenfunktionär Björn Höcke in Fulda abgesagt. Nachdem der Verein „Fulda stellt sich quer“ eine Gegenveranstaltung angekündigt hatte, habe das Fuldaer Kreistagsmitglied Martin Hohmann als Anmelder der AfD das Treffen wieder abgesagt, bestätigte die Polizei am Donnerstag in Fulda. Es habe sich um einen Neujahrsempfang in der Münsterfeldhalle gehandelt.

          Der Fuldaer Verein wertete die Absage als Reaktion auf angekündigte Proteste als Erfolg. „Wieder hat sich gezeigt, dass in unserer weltoffenen, bunten und toleranten Stadt Fulda kein Platz für menschenverachtende und fremdenfeindliche Parolen ist“, hieß es in einer Mitteilung. An der Aktion gegen die AfD hätten sich weitere Akteure beteiligt, darunter der Deutsche Gewerkschaftsbund (Kreisverband Fulda), die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, der SPD-Stadtverband Fulda und die islamische Ahmadiyya-Gemeinde Fulda. Vereinssprecher Andreas Goerke wollte Hunderte Menschen für den Protest mobilisieren.

          Hohmann, früher umstrittener CDU-Bundestagsabgeordneter, sagte: „Es gab Drohungen, die schon unter der Gürtellinie waren. Wir wollten die in der Regel älteren Leuten nicht diesem Mob aussetzten.“

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