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Stadt Frankfurt : Online-Auftritt geht online

  • -Aktualisiert am

Schöner scrollen: So wird der neue Internetauftritt der Stadt Frankfurt aussehen. Bild: Screenshot Stadt Frankfurt

Am Dienstag ist eine lange Wartezeit vorbei: Nach acht Jahren Planung soll die neue Internetseite der Stadt Frankfurt im Lauf des Tages freigeschaltet werden.

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          Wenn gut wird, was lange währt, wird die neue Internetseite der Stadt hervorragend. Acht Jahre nach Beginn der Planung für einen Relaunch von „Frankfurt.de“ soll es am Dienstag endlich so weit sein: Im Lauf des Tages werden nach und nach die einzelnen Server aktualisiert, am Abend sollen die Arbeiten vorerst beendet sein. So verspricht es der Sprecher von IT-Dezernent Jan Schneider (CDU), und wenn nicht alles täuscht, ist ihm eine gewisse Erleichterung anzuhören. Denn das rund 1,4 Millionen Euro teure Projekt hat eine ziemlich lange Vorgeschichte. Und noch vor einem Monat sah es wegen eines Streits in der Koalition danach aus, als würde alles noch viel länger dauern.

          Einen solchen Relaunch angekündigt hatte schon der seit langem pensionierte FDP-Politiker Volker Stein. Das war im Januar 2012. Für seinen Nachfolger Schneider hatte das Thema nicht die höchste Priorität; im Römer behaupten manche sogar, der neue Internetauftritt sei ihm mehr oder weniger egal gewesen. So vergingen die Jahre, das Thema jedoch wurde immer dringender. Denn je intensiver die Leute Smartphones nutzten, desto öfter surften sie mit Hilfe dieser Geräte im Netz, um die Angebote abzurufen. Fast alle Anbieter reagierten darauf, indem sie ihre Seiten fürs Smartphone optimierten. Die städtische Internetseite hingegen bekommt erst in diesen Tagen eine zeitgemäße Technik und Optik, mit der die Oberfläche auch per Smartphone einfach und übersichtlich zu bedienen sein soll.

          „Themenzentrierter“ Auftritt

          Endlich, sagen viele in der Verwaltung mit einem Seufzer. Denn wer sich bis jetzt unter www.frankfurt.de zum Beispiel Informationen zu Öffnungszeiten von Ämtern und Serviceangeboten der Verwaltung holen wollte, sah auf dem Smartphone nur eine sehr kleine Darstellung der normalen Internetseite – und musste erst einmal alles auf eine zu entziffernde Größe ziehen und dann dauernd hin und her scrollen, um etwas lesen zu können.

          Damit soll es vorbei sein. Die neue Seite ist zudem anders strukturiert, wie Schneiders Sprecher erläutert. Während der Online-Auftritt bisher nach Ämtern und Behörden sortiert gewesen sei, werde die Seite nun „themenzentriert“ dargeboten. Das soll es den Nutzern erleichtern, das jeweils gewünschte städtische Angebot zu finden. Die neue Plattform sei „jetzt auch kompatibel für die verschiedenen E-Government-Angebot“, sagt der Sprecher. Der Büroleiter von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sieht ebenfalls keine Hindernisse mehr und sagt: „Die neue Seite kann kommen.“

          Unstimmigkeiten im Römer

          Danach sah es Mitte Januar nicht aus. Damals stritten sich Schneider und Feldmann, die für unterschiedliche Aspekte des Online-Auftritts verantwortlich sind. Während Schneider das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik untersteht, das die technische Wartung des Systems übernimmt, beansprucht Feldmann über das Hauptamt, das sich auch um das Stadtmarketing kümmert, eine Art inhaltlicher Oberhoheit.

          Schneider sah zum ursprünglich vereinbarten Go-live-Termin, dem 15. Januar, technisch keine Schwierigkeiten mehr und drang darauf, die neue Seite zu freizuschalten. Das Feldmann zugeordnete Hauptamt wiederum verlangte einen späteren Termin und wollte ihn auf Ende März verschieben. Die stellvertretende Leiterin der Behörde äußerte Zweifel daran, dass die inhaltliche Qualität des Auftritts schon ausreiche. Das Ergebnis sei noch nicht „präsentabel“. Zu befürchten sei eine Internetseite mit unfertigen Inhalten, die „ein schlechtes Bild auf die Stadtpolitik und vor allen Dingen die gesamte Stadtverwaltung werfen“ würde.

          Nach einigem Ärger hinter den Kulissen einigte sich die schwarz-rot-grüne Koalition schließlich auf einen Kompromiss, indem sie den Termin um gut vier Wochen verschob. Nicht alle Ämter sind mit allem fertig geworden. Was noch fehlt, soll nach und nach eingepflegt werden.

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