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Eswe wartet auf Fahrzeuge : Neue Wasserstofftankstelle vorerst nur für Leihbus

  • Aktualisiert am

Wartestand: Die Wasserstoffbusse wurden bereits 2019 in einer Pressekonferenz vorgestellt – aber die Eswe betreibt noch keinen eigenen. Bild: Marcus Kaufhold

In Wiesbaden ist eine Wasserstofftankstelle für Linienbusse eröffnet worden. Der Haken: Eigene Fahrzeuge, die den Treibstoff nutzen, hat die Stadt bisher noch nicht. Sie leiht sich deshalb ein Fahrzeug.

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          Für den künftigen Betrieb von Linienbussen in Mainz und Wiesbaden mit Antrieb aus einer Brennstoffzelle ist eine Wasserstofftankstelle eröffnet worden. Die Station wurde auf dem Betriebsgelände der stadteigenen Eswe Verkehrsbetriebe in Wiesbaden errichtet, wie der Mobilitätsdienstleister am Donnerstag mitteilte. Der Wasserstoff für die Tankstelle stammt aus dem Energiepark Mainz und wird den Angaben zufolge mit Hilfe von Windstrom produziert.

          Der Haken an der Angelegenheit: Anders als geplant kann die Eswe noch keine eigenen Wasserstoffbusse einsetzen. Sie nutzt vorerst ein geliehenes Fahrzeug der Firma Winzenhöler. Nach Schulungen der Fahrer soll der Wasserstoffbus in diesem Jahr die Strecke der Linien 16 und 17 befahren. Wann die geplanten eigenen Linienbusse für den Stadtverkehr geliefert und eingesetzt werden, bleibt vorerst unklar, wie ein Sprecher der F.A.Z. sagte.

          Die rheinland-pfälzische Energieministerin Ulrike Höfken (Die Grünen) erklärte: „Mit dem Gesamtsystem vom „Windrad zum Busrad“ beschreiten die Verkehrsgesellschaften den Weg zu einem auf nachhaltiger Energieerzeugung basierendem Nahverkehr.“ Besonders der dezentrale Ansatz könne künftig richtungsweisend für die Verkehrswende des öffentlichen Nahverkehrs in den Städten sein.

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