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Wasserpfeife bei Schülern begehrt : Fachleute warnen vor E-Shisha

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Verwandt: E-Zigaretten sind im Design den elektrischen Wasserpfeifen ähnlich, jedoch enthalten die Zigaretten Nikotin. Sie sind altersbeschränkt. Bild: Reuters

Im Gegensatz zu E-Zigaretten unterliegen elektrische Wasserpfeifen, sogenannte E-Shisha, nicht dem Jugendschutz. Bei Schülern sind die bunten Pfeifen derzeit sehr beliebt, Fachleute raten aber ab.

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          Sie sind bunt, sehen auf den ersten Blick aus wie Stifte und sind vor allem bei Schülern begehrt: Aber von sogenannten E-Shishas raten Fachleute nicht nur aus gesundheitlichen Gründen ab. Die batteriebetriebenen Liquid-Verdampfer sind in verschiedenen Geschmacksrichtungen - von Bubble-Gum über Schoko bis Melone - zu haben. Unabhängig vom Inhalt der Flüssigkeiten: „Die E-Shishas bringen Kinder und Jugendliche dem Rauchen näher“, sagt Oliver Müller-Maar vom Drogenreferat der Stadt Frankfurt. „Sie erniedrigen die Hemmschwelle zum Rauchen von Shishas und Zigaretten“, stimmt Daniela Hubloher von der Verbraucher-Zentrale Hessen zu.

          Es gebe vor allem keine Altersbeschränkung beim Kauf, wie die Sprecherin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Marita Völker-Albert, sagt. Anders als E-Zigaretten unterliegen die E-Shishas nicht dem Jugendschutzgesetz.

          Aus Dampf wird Rauch: Elektrische Wasserpfeife, sogenannte E-Shishas, sollen die Hemmschwelle zum Rauchen herabsetzen.
          Aus Dampf wird Rauch: Elektrische Wasserpfeife, sogenannte E-Shishas, sollen die Hemmschwelle zum Rauchen herabsetzen. : Bild: obs, XEO Int. Ltd.

          Allergien befürchtet

          „Was da verdampft, ist sehr unterschiedlich, je nach Hersteller“, sagt Müller-Maar. Die Produzenten würben zwar damit, dass E-Shishas ohne Nikotin seien, nach Feststellungen der BZgA enthalten einige jedoch durchaus das Nervengift. „Dieses kann sehr schnell abhängig machen und zu gesundheitlichen Schäden führen“, stellt die Behörde fest.

          Die E-Shishas enthalten zudem Stoffe, die noch nicht genau auf ihre Gesundheitsgefährdung untersucht wurden, stellen die Fachleute unisono fest. Es fehlten wissenschaftliche Angaben über die gesundheitlichen Risiken. So sei etwa häufig Propylenglykol enthalten, das beim Einatmen zu allergischen Reaktionen und Atemwegsreizungen führen kann. „Und sie sind auch noch teuer“, sagt Hubloher.

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