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Naturschutzgebiet in Hessen : Wasserbüffel im Sommerquartier

Mögen es feucht: Die Wasserbüffel fühlen sich im Erlenseer Naturschutzgebiet sichtlich wohl. Bild: Stadt Erlensee

Wasserbüffel im hessischen Weideswiesen bei Erlensee dienen nicht nur als Besuchermagnet. Die friedfertigen Riesen sind auch als Naturschützer aktiv.

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          Sie sind wieder da: die Wasserbüffel von Erlensee. Seit dem Jahr 2011 werden die imposanten, in der Regel friedfertigen Tiere unter dem Beifall zahlreicher Schaulustiger im Frühjahr aus ihrem Winterquartier im Vogelsberg in das Naturschutzgebiet Weideswiesen bei Erlensee gebracht. Dort fungieren sie nicht nur als Besuchermagnet, sondern vor allem als Naturschützer. Den Wasserbüffeln macht die Nässe im Überschwemmungsgebiet nichts aus. Sie fressen Schilf und Binsen, damit diese Pflanzen in dem Feuchtgebiet nicht überhandnehmen.

          Luise Glaser-Lotz

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Kinzig-Kreis.

          Eine Mahd ist dort wegen der regelmäßig hohen Wasserstände nicht möglich. Nun sorgen die Büffel wieder dafür, dass auch andere Pflanzen ihren Lebensraum behalten und der Biotopcharakter der Weidewiesen im Oberwald von Erlensee bewahrt wird. Neue Vogelarten haben sich dort schon angesiedelt. Nach einstündiger Fahrt kamen die 14 Huftiere im Naturschutzgebiet an, wo sie vom Applaus der etwa 300 Gäste begrüßt wurden.

          Sieben weibliche Wasserbüffel, sechs Kälber und der in Erlensee gut bekannte vierjährige Zuchtbulle mit dem Namen „007“ werden dort bis zum Herbst ihre Aufgabe auf der Weide erfüllen. Besucher sind willkommen, für sie gibt es eine Aussichtsplattform mit Sitzgelegenheit. Das etwa sieben Hektar große Naturschutzgebiet Weideswiesen liegt östlich des Erlenseer Stadtteils Rückingen.

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