https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/was-vor-3500-jahren-in-westafrika-gegessen-wurde-17749221.html

Chemische Analysen : Was vor 3500 Jahren in Westafrika gegessen wurde

  • Aktualisiert am

Töpfe aus der Zeit der Nok-Kultur in Zentr­alnigeria, die bis in die Mitte des 2. Jahrtausends vor Christus zurückreicht, geben Aufschluss darüber, was die Menschen dort früher aßen. Bild: privat

Forscher aus Frankfurt und Bristol haben Pflanzenspuren in prähistorischen Töpfen aus Afrika analysiert. Dabei fanden sich Hinweise auf den Ursprung traditioneller Gerichte.

          1 Min.

          Neue Erkenntnisse über vorgeschichtliche Essgewohnheiten in Afrika haben Forscher der Universitäten Frankfurt und Bristol gewonnen. Die Wissenschaftler untersuchten dazu mehr als 450 Töpfe aus der Zeit der Nok-Kultur in Zentr­alnigeria, die bis in die Mitte des 2. Jahrtausends vor Christus zurückreicht. In 66 Gefäßen fanden sich Spuren von Fettverbindungen, aus denen Chemiker Rückschlüsse auf die in den Töpfen aufbewahrten Lebensmittel ziehen können.

          Wie die Analysen zeigten, verzehrten die Menschen der Nok-Kultur schon vor 3500 Jahren Blattgemüse. Offenbar wurden Blätter von Bäumen wie dem Baobab und bestimmter Korbblüter verarbeitet, die noch heute in Westafrika zur Herstellung von Soßen gebraucht werden. Auch fanden sich Hinweise auf die Zubereitung unterirdisch wachsender, stärkehaltiger Knollen wie den Yams. Anhand verkohlter Reste war schon die Nutzung unter anderem von Perlhirse, Kuhbohne und Afrikanischem Pfirsich nachgewiesen worden.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Robinsonade  mit Logenblick: Das Como Laucala Island Resort gibt seinen Gästen die schöne Illusion, die Welt sei ganz allein für sie erschaffen worden.

          Paradiessuche in Fidschi : Kann man Glück kaufen?

          Einmal im Leben wollten wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn Geld keine Rolle spielt – und haben Strandurlaub unter Milliardären im Como Laucala Island Resort gemacht, einem der zehn teuersten Hotels der Welt.
          Festere Allianz? Der neue südkoreanische Präsident Yoon Suk-yeol begrüßt Joe Biden

          Besuch in Südkorea und Japan : Bidens Signale an China

          Die Sicherheitspolitik spielt eine große Rolle bei Bidens Visite. Aber auch eine neue Handelsvereinbarung möchte Joe Biden auf den Weg bringen. Die Verbündeten sind davon nur mäßig begeistert.
          Weizen wird knapp: Familien in Jemens Provinz Lahdsch erhalten Mehl-Rationen. Die Versorgung wird wegen des Ukrainekrieges immer schwieriger.

          Getreidekrise durch den Krieg : Putin setzt auf Hunger

          Russland beschuldigt die Ukraine, ihre Häfen zu blockieren und damit schuld an der globalen Getreideknappheit zu sein. Gleichzeitig intensiviert Moskau die Propaganda in Afrika.
          Frankfurt Jobs
          Jobs in Frankfurt finden
          Immobilienmarkt
          Immobilien kaufen, mieten und anbieten
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis