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F.A.Z.-Hauptwache : Wie hat sich Signa die längere Öffnung von Karstadt bezahlen lassen?

Gnadenfrist für Karstadt: Das Warenhaus bleibt bis Januar 2025 geöffnet. Bild: Aders, Hannah

Der Erhalt der Karstadt-Filiale an der Zeil hat einen schlechten Beigeschmack. Hessen wird wohl auf Steuereinnahmen von 7,8 Milliarden Euro verzichten müssen. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          2 Min.

          Guten Morgen,

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          hat das Hinausschieben der Schließung des Karstadt-Hauses an der Zeil in Frankfurt bis 2025 ein Geschmäckle? Das Unternehmen Signa, dem Karstadt gehört, hat sich dafür aus dem Frankfurter Planungsdezernat die Zusage geholt, dass in der Verwaltung geprüft werden soll, ob es gegenüber der Alten Oper, dort, wo einmal Mövenpick war, ein Hochhaus bauen darf. Bisher sind auf dem Grundstück nur ein achtgeschossiger Bau erlaubt. Erstens staunt man, was Signa inzwischen alles gehört in Frankfurt, zweitens staunt man aber mehr noch über die Verbindung zwischen der Perspektive von Karstadt und der sensiblen Frage, wie hoch an der Seite eines der schönsten Frankfurter Plätze gebaut werden darf. Rainer Schulze berichtet und kommentiert heute in der Rhein-Main-Zeitung, und man darf wohl sagen, die Redaktion wird auf die weitere Entwicklung ein Auge haben. Könnte sein, dass sich der sonst oft klug agierende Planungsdezernent Mike Josef (SPD) in eine ausgesprochen unangenehme Lage manövriert hat.

          Auch in einer unangenehmen Lage ist der hessische Finanzminister Michael Boddenberg. Gestern musste er mitteilen, bis Ende 2024 werde Hessen wegen der Corona-Krise wohl auf Steuereinnahmen von 7,8 Milliarden Euro verzichten müssen. Das ist noch mehr als schon befürchtet, bisher ging man von einem Minus von 6,4 Milliarden aus. „Jetzt ist Zeit für eine solide Haushaltspolitik“, hieß es von der FDP-Fraktion im Landtag. Auf den Oppositionsbänken hat man gut reden.

          Nele Neuhaus hat ein neues Buch geschrieben, und dass die Autorin aus dem Taunus in der ganzen Region eine große Fangemeinde hat, sieht man daran, dass „Zeiten des Sturms“ heute in der Bestsellerliste des Rhein-Main-Gebiets, die Woche für Woche auf unser Kulturseite zu finden ist, auf Platz 1 steht.

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          Und außerdem hat noch jemand ein Buch geschrieben, Klaus Reichert, und zwar über den Metzgerbetrieb der Familie in Frankfurt-Höchst (Haxen Reichert) und das Fleischessen überhaupt, mehr dazu heute auf der Wirtschaftsseite +++ war die Autobahn 5 gestern zwischen Friedberg und Bad Homburg Richtung Frankfurt nach einem Unfall mit drei Lastwagen stundenlang gesperrt +++ spricht sich Kollegin Florentine Fritzen heute in einem Kommentar dafür aus, dass Eltern mit ihren Kindern schwimmen gehen sollen, damit sie es lernen (die Kinder).

          Einen weiteren sonnigen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Wetter

          Der Tag beginnt örtlich mit etwas Dunst, die Sonne setzt sich aber rasch durch, und es wird um 33 Grad heiß. Nachts bleibt es klar.

          Geburtstag haben heute

          Ruth Schröfel, Dramaturgin bei den Burgfestspielen Bad Vilbel (62); Dirk Westedt (FDP), Bürgermeister der Stadt Hochheim, Fraktionsvorsitzender im Kreistag des Main-Taunus-Kreises (56); Klaus Becker, Vorstandssprecher der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG, Präsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (54); Alexander Elspas, Geschäftsführer der Büchergilde Gutenberg Verlagsgesellschaft, Frankfurt (53); Frank Grobe (AfD), Mitglied des Hessischen Landtags, Eltville (53); Nils Kraft (SPD), hauptamtlicher Stadtrat in Rüsselsheim (44).

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