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Finanzspritze von oben : Zweifel am Sinn von „Helikoptergeld“

Es regnet Scheine: Was würden Sie tun, wenn ein Hubschrauber Geld abwerfen würde? (Symbolbild) Bild: dpa

Stellen Sie sich vor, ein Hubschrauber würde über einer Stadt eine Ladung 1000-Dollar-Scheine abwerfen. Was wären die Folgen?

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          Angenommen, ein Hubschrauber würde über einer Stadt eine Ladung 1000-Dollar-Scheine abwerfen – was würden die Bürger damit anfangen? 1969 hat sich der amerikanische Ökonom Milton Friedman diese Frage gestellt. Ob sich mit solchem „Helikoptergeld“ tatsächlich die Konjunktur ankurbeln ließe, wollten auch die Finanzwissenschaftler Michael Neugart und Uros Djuric von der TU Darmstadt wissen.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Sie verglichen drei Szenarien, in denen Bürger 1200 Euro von der EZB oder dem Finanzministerium ausgezahlt bekommen, mit der Annahme eines Lottogewinns in derselben Höhe. Ergebnis: In allen Fällen würden die Befragten rund 40 Prozent des Geldes ausgeben, 40 Prozent sparen und 20 Prozent nutzen, um Schulden zurückzuzahlen.

          Nach Ansicht der Forscher könnte der Anteil, der in den Konsum fließt, dabei helfen, eine Rezession zu überwinden. Dass eine solche einmalige Finanzspritze aber nachhaltige Wirkung zeige, sei zweifelhaft.

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