https://www.faz.net/-gzg-a087n

Metropolen im Machtkampf : Endlich macht Frankfurt einen Stich

Metropolen im Machtkampf: Mit dem Umzug der Fashion Week kann sich Frankfurt gegenüber Berlin behaupten. Bild: Lando Hass

Das Verhältnis der Metropolen Berlin und Frankfurt ist heikel. Jüngst lief es eher für die Hauptstadt gut. Mit dem Gewinn der Modewoche macht die Stadt am Main aber Boden gut.

          3 Min.

          Berlin? Für manchen in Frankfurt ist der Name der Hauptstadt in den vergangenen Jahren zu einem Reizwort geworden. Vorbei die Zeiten unmittelbar nach der Wiedervereinigung, als die Rollen klar verteilt schienen: die Metropole an der Spree als politische, die Metropole am Main als wirtschaftliche Hauptstadt. Schon 1994 musste Frankfurt den ersten Schlag hinnehmen, als die Deutsche Bahn an den Potsdamer Platz in Berlin umzog – die Bundesbahn war über Jahrzehnte von einem Gebäudekomplex an der Friedrich-Ebert-Anlage in Frankfurt aus gelenkt worden.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Später verlor Frankfurt vor allem Verbände an die Hauptstadt. Bonn war für sie von Frankfurt aus noch leicht zu erreichen gewesen, wenn Politiker oder Ministerialbeamte zu treffen waren, in Berlin aber wollte man dauerhaft vertreten sein. Vor allem der Umzug des Verbands der Automobilindustrie 2009 wurde in Frankfurt als schmerzhaft empfunden – zu Recht, stellte er doch den ersten Schritt zu der großen Entfremdung der Mainmetropole zu dieser Branche dar, der schließlich im Wegzug auch der vom Verband organisierten Internationalen Automobil-Ausstellung nach München gipfelte.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Premierminister in Bedrängnis: Boris Johnson

          Corona und Brexit : Boris Johnson am Tiefpunkt

          In der Corona-Bekämpfung und beim Brexit handelt der britische Premierminister erratisch. Vor lauter Fehlern rücken selbst einst treue Bewunderer von Boris Johnson ab.
          Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bei einer Veranstaltung im August 2020 in Ahlen

          Allensbach-Umfrage : Die SPD kann nicht von Scholz profitieren

          Nur eine Minderheit glaubt, dass der Kanzlerkandidat der SPD die Unterstützung seiner Partei hat. Und das ist noch nicht das größte Problem der Sozialdemokraten, wie eine neue Umfrage zeigt.