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Modellversuch : Wanderpapst im autonomen Elektrobus

Ein bundesweit einmaliger Modellversuch: Der autonome Elektrobus der R+V-Versicherung. Bild: Michael Kretzer

Im Fahren ohne Fahrer liegt die Zukunft. Chancen und Risiken der neuen Mobilität beschäftigen auch die Versicherungswirtschaft. Die lässt jetzt einen eigenen Bus rollen.

          2 Min.

          Eigentlich ist Manuel Andrack bekanntlich am liebsten zu Fuß und in der Natur unterwegs. Doch Deutschlands Wanderpapst setzte sich im Zuge seiner Raiffeisen-Deutschland-Tour gerne mit dem Vorstandschef der R+V Versicherung, Norbert Rollinger, in einen elektrisch betriebenen Kleinbus, um die nur rund 400 Meter lange Wegstrecke vom Eingang der Wiesbadener Versicherungszentrale zum Mitarbeiterparkplatz zurückzulegen. Der Clou dieser kurzen Fahrt: Ein Chauffeur war nicht an Bord, lediglich ein „Controller“ genannter Aufpasser, denn der Bus steuert selbständig und fährt die Strecke somit ganz autonom.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Eine kleine Distanz für den weißen Navya-Bus aus französischer Produktion, aber ein großer Schritt für die R+V. Denn erstmals darf laut Konzernsprecher Karsten Eichner ein Privatunternehmen mit einem autonom fahrenden Kleinbus am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Der Erfolg liegt für die Versicherung nicht im Mobilitätsgewinn, sondern vor allem darin, Behörden und Prüfer überzeugt und alle Tests bestanden zu haben. Der Zulassung ging ein monatelanger Genehmigungsprozess voraus, in dessen Verlauf auch Nachbesserungen wie der Einbau eines Fahrersitzes gefordert wurden. „Dass wir unser Fahrzeug jetzt unter realen Verkehrsbedingungen an unserem Standort testen dürfen, ist ein Meilenstein für unser Forschungsprojekt zum autonomen Fahren“, sagt Jan Dallmer, bei R+V für den Kraftfahrt-Betrieb zuständig.

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