https://www.faz.net/-gzg-9pdyu

Nach Attentat in Hessen : „Gewalt gegen Ausländer gehört zu unserem Alltag“

Schüsse in Wächtersbach: Die Ermittler sprechen von einem fremdenfeindlichen Motiv. Bild: dpa

Müssen wir uns an rechtsextremistische Taten gewöhnen? Und wie weit beschleunigt das Internet rassistischen Hass? Kriminologe Martin Rettenberger hat für den Anschlag in Wächtersbach vor allem eine Erklärung.

          3 Min.

          In Wächtersbach ist ein 26 Jahre alter Eritreer offenbar aus Fremdenhass niedergeschossen worden. Erleben wir gerade eine Spaltung der Gesellschaft?

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Die Spaltung der Gesellschaft liegt meiner Ansicht nach schon deutlich länger zurück, beziehungsweise ist in gewisser Hinsicht immer wieder vorhanden. Das ist an sich, zumindest aus kriminologischer Sicht, kein großes Problem, da unterschiedliche Haltungen und Meinungen zu einer pluralistischen Gesellschaft gehören. Auch extreme Meinungen gehören zu uns. Das Problem, das wir gegenwärtig sehen, ist vielmehr, dass eine zunehmende Anzahl an Personen innerhalb des extremen Meinungsspektrums glaubt, das Recht zu haben, mit massiver Gewalt ihrer Meinung Ausdruck und Nachdruck zu verleihen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Durch ein neues Missbrauchsgutachten schwer belastet: der damalige Papst, Benedikt XVI., am 17. Oktober 2005 im Petersdom im Vatikan

          Missbrauch im Erzbistum München : Die Lüge Benedikts

          Ein Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München belastet den emeritierten Papst. Fragen wirft vor allem ein Sitzungsprotokoll aus dem Jahr 1980 auf.