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Nach Attentat in Hessen : „Gewalt gegen Ausländer gehört zu unserem Alltag“

Schüsse in Wächtersbach: Die Ermittler sprechen von einem fremdenfeindlichen Motiv. Bild: dpa

Müssen wir uns an rechtsextremistische Taten gewöhnen? Und wie weit beschleunigt das Internet rassistischen Hass? Kriminologe Martin Rettenberger hat für den Anschlag in Wächtersbach vor allem eine Erklärung.

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          In Wächtersbach ist ein 26 Jahre alter Eritreer offenbar aus Fremdenhass niedergeschossen worden. Erleben wir gerade eine Spaltung der Gesellschaft?

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Spaltung der Gesellschaft liegt meiner Ansicht nach schon deutlich länger zurück, beziehungsweise ist in gewisser Hinsicht immer wieder vorhanden. Das ist an sich, zumindest aus kriminologischer Sicht, kein großes Problem, da unterschiedliche Haltungen und Meinungen zu einer pluralistischen Gesellschaft gehören. Auch extreme Meinungen gehören zu uns. Das Problem, das wir gegenwärtig sehen, ist vielmehr, dass eine zunehmende Anzahl an Personen innerhalb des extremen Meinungsspektrums glaubt, das Recht zu haben, mit massiver Gewalt ihrer Meinung Ausdruck und Nachdruck zu verleihen.

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