https://www.faz.net/-gzg-9cp9i

Anzeige gegen Erzieherinnen : Missbrauchsverdacht im Jugendheim

  • Aktualisiert am

Missbrauchsverdacht im Jugendheim: Zwei Erzieherinnen sollen sich an den Heranwachsenden vergriffen haben. Bild: Picture-Alliance

Angestellte eines Heims sollen Jugendliche sexuell missbraucht haben. Eine Verdächtige soll mit ihrem mutmaßlichen Opfer eine Liebesbeziehung gehabt haben.

          1 Min.

          Wegen des Verdachts von sexuellem Missbrauch von Jugendlichen sind in einem nordhessischen Jugendheim der Caritas zwei Mitarbeiterinnen vom Dienst freigestellt worden. „Wir haben beide Angelegenheiten zur Strafanzeige gebracht“, sagte Ansgar Erb, Vorstandsmitglied des Wohlfahrtsverbandes in Fulda, am Donnerstag. Betroffen ist das Fritzlarer Haus Carl Sonnenschein im Schwalm-Eder-Kreis. In der Einrichtung mit mehreren Außenstellen leben 90 Kinder und Jugendliche in Wohngruppen. Zuvor hatten die „Hessenschau“ und die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ über das Thema berichtet.

          Laut Erb waren zwei schriftliche, anonyme Hinweise eingegangen. Darin wird einer Mitarbeiterin vorgeworfen, mit einem 16 Jahre alten Jugendlichen eine Liebesbeziehung gehabt zu haben, der zeitweise im Haus Carl Sonnenschein betreut wurde. Der andere Vorwurf betreffe eine Mitarbeiterin, die einen Jugendlichen sexuell gestreichelt haben soll. Durch die Anzeigen solle nun extern überprüft werden, ob die Anschuldigungen stichhaltig seien. Die Caritas habe auch das Jugendamt des Landkreises, das Landesjugendamt und die Missbrauchsbeauftragte des Bistums Fulda informiert.

          Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel bestätigte die eingegangenen Anzeigen. Den anonymen Angaben werde „mit Nachdruck nachgegangen“, sagte Behördensprecher Andreas Thöne. Bislang liegen den Angaben zufolge keine weiteren Erkenntnisse vor, die die Behauptungen stützen. Das Ermittlungsverfahren befinde sich noch in einem sehr frühen Stadium.

          Weitere Themen

          Vanillin aus Holzabfällen

          Aromastoff-Herstellung : Vanillin aus Holzabfällen

          Wissenschaftler der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz haben eine umweltschonende Methode gefunden, um Vanillin herzustellen. Bisher wurde das überwiegend aus Erdöl gewonnen – wobei giftige Abfälle entstehen.

          Topmeldungen

          Szene aus Detroit vom 30. Mai

          Polizeigewalt in Amerika : Weil sie es können

          Nach dem Tod von George Floyd fragen sich viele abermals, warum amerikanische Polizisten oft so brutal vorgehen. Vorschläge zur Reform gibt es genug. Noch zahlreicher sind nur die Anreize zu Gewalt und Schikane im Justizsystem.
          Leere Strände wie hier im italienischen Lignano könnten schon bald der Vergangenheit angehören: Ab dem 3. Juni will Italien wieder Urlauber einreisen lassen.

          Branche mit Gewicht : Welche Länder am Tourismus hängen

          Die Corona-Krise hat die diesjährigen Urlaubspläne zerstört. Nicht nur Spanien und Frankreich leiden darunter extrem. Auch in anderen europäischen Ländern drohen Einkommensverluste.
          Flugzeuge am Frankfurter Flughafen

          Luftverkehr : Drehkreuze im Wettbewerb

          Das Rettungspaket für die Lufthansa sorgt bei Aktionären für Erleichterung. In Italien schaut man besonders auf die deutsche Fluggesellschaft.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.