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Vorwürfe gegen Awo : Rechnung an Frau Feldmann folgt

Nach Feldmann-Affäre: Arbeiterwohlfahrt verspricht mehr Transparenz. Bild: dpa

Zübeyde Feldmann, die Ehefrau des Frankfurter Rathauschefs, soll nun einen Teil der Kosten für die umstrittene Nutzung ihres Dienstwagens tragen. Das teilt die Awo als ihr Arbeitgeber mit und nennt weitere Details.

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          In der Affäre um das Beschäftigungsverhältnis von Zübeyde Feldmann, die als Leiterin eines Awo-Kindergartens über ein ungewöhnlich hohes Gehalt sowie einen Dienstwagen verfügt, hat der Frankfurter Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt angekündigt, dass diese Leistung auch abgerechnet und von Frau Feldmann bezahlt werden soll. In einer gestern veröffentlichten Mitteilung steht: „Es wurde vereinbart, dass die entstandenen Kosten für die Nutzung in der Elternzeit nach der Rückkehr von Frau Feldmann abgerechnet werden.“

          Martin Ochmann
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Diese Stellungnahme versteht die Awo als Teil ihrer Transparenzoffensive, die sie am Montag angekündigt hatte. Sie will damit auf eine Reihe von Vorwürfen reagieren, die derzeit gegen die Arbeiterwohlfahrt und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erhoben werden. Ein Teil dieser Vorwürfe betrifft das privilegierte Beschäftigungsverhältnis von Zübeyde Feldmann, der Ehefrau von Peter Feldmann.

          Hohe Flexibilität und Mobilität erforderlich

          Der im Raum stehende Verdacht ist, dass der ehemalige Awo-Mitarbeiter Feldmann seiner Lebensgefährtin die ungewöhnlich gut dotierte Stelle beschafft hat. Feldmann hat diese Vorwürfe am Donnerstag bestritten. „Auf die Gestaltung der Arbeitsverträge bei der Awo, auch des Vertrags meiner Frau, einschließlich Bezahlung und Dienstwagenregelung habe ich keinen Einfluss genommen“, sagte er. Vom Gehalt seiner Frau sowie dem Dienstwagen will der Oberbürgermeister nichts gewusst haben.

          Kritisiert worden war auch, dass Zübeyde Feldmann den Dienstwagen, einen Ford Focus, auch in ihrer Elternzeit nutzt, die seit 2016 währt. Diesen Vorwurf hat die Awo mit ihrer Stellungnahme nunmehr bestätigt. Weitergehende Fragen an die Awo, etwa zu welchem Zeitpunkt die Vereinbarung, dass der Mietwagen abgerechnet werden soll, getroffen wurde und in welcher Form das geschah, ließ die Awo unbeantwortet.

          Hingegen teilte der Verein weiter mit, dass es insgesamt 38 Dienstwagen gebe, außerdem Poolfahrzeuge. Von 19 Kita-Leitungen führen drei einen Dienstwagen, außerdem eine stellvertretende Leitung, von denen es insgesamt 15 gebe. „Die Gewährung des Dienstwagens wird mit der Übernahme von zusätzlichen administrativen, repräsentativen sowie Fort- und Weiterbildungsaufgaben, wie beispielsweise Software-Schulungen begründet. Für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist eine hohe Flexibilität und Mobilität erforderlich, da alle Einrichtungen erreicht werden müssen“, äußerte die Awo. Zudem verfügten Vorstand und Geschäftsführung über Dienstwagen, dabei handle es sich um Autos der „gehobenen Mittelklasse“.

          Die Awo kündigte an, dass der Compliance Officer, der im Januar den Dienst aufnehmen und eine neutrale Anlaufstelle für „Hinweisgeber“ sein soll, auch die Einhaltung der Richtlinien zur Nutzung von Dienstfahrzeugen prüfen soll.

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