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Vorsitz der Landespartei : Hessische FDP plant mit Ruppert und Rentsch

  • -Aktualisiert am

Neue Aufgabe: Florian Rentsch will Fraktionsvorsitzender werden. Bild: dpa

Für die personelle Neuordnung der hessischen FDP zeichnet sich eine Doppellösung ab. Ruppert soll Landesvorsitzender werden, Rentsch Fraktionsvorsitzender.

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          Für die personelle Neuordnung der hessischen FDP zeichnet sich eine Doppellösung ab. Der bisherige Bundestagsabgeordnete Stefan Ruppert aus dem Hochtaunuskreis soll den Landesvorsitz übernehmen, während der jetzige hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch (Wiesbaden) an die Spitze der Landtagsfraktion strebt. Das bestätigte Rentsch, der derzeit auf Reisen in China ist, am Sonntag dem Hessischen Rundfunk.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Er werde die Kandidatur Rupperts unterstützen, sagte Rentsch einem Bericht des Senders zufolge. Die derzeitige hessische Kultusministerin und designierte Generalsekretärin der Bundes-FDP, Nicola Beer, sagte dieser Zeitung auf Anfrage, dass sie ebenfalls eine solche Lösung befürworte.

          „Erheblicher Verbesserungsbedarf“

          Die hessische FDP will ihre neue Führung auf einem Parteitag im Februar wählen. Das hat der Landesvorstand, der nach der Landtagswahl am 22. September geschlossen zurückgetreten war und nur noch geschäftsführend im Amt ist, am Samstag in Lich beschlossen. Der FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn habe dabei bekräftigt, dass er nicht noch einmal kandidieren werde, sagte ein Parteisprecher. Namen von möglichen Nachfolgern seien in der Vorstandssitzung nicht genannt worden.

          Ziel der Liberalen sei es, eine „schlagkräftige Führungsmannschaft“ zu wählen, sagte Hahn. Kandidaten für die Parteispitze sollten sich vor dem Parteitag bei Regionalkonferenzen präsentieren und der Diskussion mit der Basis stellen. Der Vorstand sei sich einig, dass es ein „Weiter-so“ nicht geben dürfe, nachdem die FDP bei der Wahl mit 5,0 Prozent nur knapp den Wiedereinzug in den Landtag geschafft hatte. Sechs Abgeordnete werden dem neuen Landtag angehören.

          Insbesondere für die innerparteiliche Diskussion und Partizipation gebe es „erheblichen Verbesserungsbedarf“, sagte Hahn, der seit April 2005 Vorsitzender der hessischen FDP ist und auch künftig dem Landtag angehören wird. Bei einem für den 23. November geplanten Parteitag will die Hessen-FDP die Liste für die Europawahl im nächsten Jahr beschließen.

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