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Start des Herbstsemesters : Vorrang für die Online-Lehre an hessischen Hochschulen

Vor leerem Hörsaal: Ein Professor hält eine Online-Vorlesung. (Symbolbild) Bild: dpa

Die staatlichen hessischen Hochschulen setzen trotz der kritischen Corona-Lage ihr Konzept eines „Hybridsemesters“ um. Die meisten Vorlesungen und Seminare werden allerdings ins Internet verlegt.

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          Die staatlichen hessischen Hochschulen halten trotz der kritischen Corona-Lage an ihrem Konzept eines „Hybridsemesters“ fest. Dies bedeutet, dass im Wintersemester zwar auch Lehrveranstaltungen auf dem Campus angeboten werden sollen, allerdings nur insoweit, als die Infektionslage und die davon abhängenden Raumkapazitäten der Unis das zulassen.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Angesichts der aktuell hohen Ansteckungszahlen wird daher wohl der Großteil der Vorlesungen und Seminare ins Internet verlegt. Dass die Online-Lehre derzeit Vorrang habe, hat das hessische Wissenschaftsministerium nach den jüngsten Corona-Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung am Donnerstag bekräftigt.

          Falls doch Präsenzlehre möglich ist, haben dem Konzept zufolge jene Angebote Priorität, bei denen persönliche Anwesenheit unverzichtbar oder besonders sinnvoll ist: Veranstaltungen für Anfänger oder Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen, Praktika, Übungen für Sportstudenten sowie Unterricht in künstlerischen Fächern.

          Die Frankfurter Uni-Präsidentin Birgitta Wolff sagte, sie sehe den starken Anstieg der Corona-Fallzahlen „mit großer Sorge“, vertraue aber darauf, dass sich die Hochschule der Lage anpassen könne. Es gelte der Grundsatz: „So viel Präsenz wie möglich, so viel digital wie nötig.“ Auf traditionelle Veranstaltungen wie den Neuberufenenempfang werde in diesem Semester verzichtet; auch „ganz viele Weihnachtsfeiern fallen aus. Nicht Zeitkritisches wird verschoben.“ Nur die für den 17. Dezember geplante Amtsübergabe an ihren, Wolffs, Nachfolger Enrico Schleiff müsse in diesem Jahr stattfinden.

          Auch der Asta der Goethe-Uni hat auf die angespannte Corona-Lage reagiert: Obwohl am Montag die Vorlesungen beginnen, bleibt das Studierendenhaus auf dem alten Bockenheimer Campus bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen.

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