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Vom „Tatort“- Filmset : Schräg, schräger, Tukur-„Tatort“

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Noch nicht abgefahren: Der fünfte „Tatort“ mit Ulrich Tukur soll wieder etwas ungewöhnlicher sein, aber noch wird bis zum 18. Dezember gedreht. Bild: dpa

Derzeit laufen die Dreharbeiten für einen neuen hessischen „Tatort“ mit Ulrich Tukur. Einen Leichenrekord wird es dieses Mal nicht geben. Doch sein fünfter Fall wird wieder äußerst ungewöhnlich.

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          Kein Zweifel, auch der fünfte „Tatort“ mit Ulrich Tukur wird wieder für reichlich Gesprächsstoff sorgen: Er spielt zum einen wie gewohnt den Wiesbadener LKA-Ermittler Felix Murot - aber hauptsächlich sich selbst. Dabei wird Tukur als Tukur während Dreharbeiten wegen Mordverdachts verhaftet, er soll den Aufnahmeleiter umgebracht haben. „Ich bin in einem richtigen Albtraum“, erzählt der Schauspieler beim Pressetermin während der Dreharbeiten in Heusenstamm (Kreis Offenbach) am Dienstagabend.

          Noch schräger wird die Geschichte mit dem Arbeitstitel „Wer bin ich?“, weil auch die beiden neuen hr-„Tatort“-Kommissare Margarita Broich und Wolfram Koch mitspielen. Der verzweifelte Tukur besucht seine Schauspielkollegen während deren Dreharbeiten am Frankfurter Set, um Halt und Zuspruch zu finden. Und auch Ex-Ermittler Martin Wuttke aus Leipzig ist dabei - er spielt einen Automonteur und sich selbst als Schauspieler.

          „Psychologisch interessant“

          „Der Film hat schon viele Ebenen“, antwortet Tukur auf die verwirrten Fragen der Journalisten. Er gibt sich zuversichtlich, dass die Zuschauer den Film verstehen. „Sie sollten nur besser nicht aufs Klo gehen“, rät Wuttke. Sendetermin ist nächstes Jahr am 27. Dezember.

          Wieder dabei ist auch Barbara Phillip als Assistentin Magda Wächter. Regie führt Bastian Günther, von dem auch das Drehbuch stammt. Es werde ein sehr stiller, psychologisch interessanter Film, verspricht die hr-Fernsehspiel-Chefin Liane Jessen. Es gehe dabei um die Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn ich Schauspieler bin und ganz in der Rolle aufgehe?

          Dreh noch bis zum 18. Dezember

          Sehr eigenwillige und künstlerische Filme fernab der üblichen Krimigeschichten sind die Zuschauer mittlerweile von den Tukur-Tatorten gewohnt. Von Anfang an haben sie polarisiert - manche finden sie großartig, andere wissen nichts damit anzufangen. Schon der erste Fall 2010 war äußerst skurril: Murot hatte einen Hirntumor, den er „Lilly“ nannte. Seine Ermittlungen führten ihn auf die Spuren der RAF. Der im Oktober ausgestrahlte und preisgekrönte Tatort „Im Schmerz geboren“ sorgte auch wegen der hohen Leichenzahl für Aufmerksamkeit - insgesamt wurden etwa 50 Tote gezählt. Über neun Millionen Menschen schalteten damals ein.

          Der neue Fall beginnt damit, dass der verkaterte Tukur am Morgen zum Set abgeholt wird. Er soll dort als Murot einen Mord im Parkhaus der Spielbank in Wiesbaden klären. Doch die Dreharbeiten werden gestoppt, weil der Schauspieler wegen des Mordes an dem Aufnahmeleiter in Verdacht gerät. Der Film wird noch bis zum 18. Dezember im Rhein-Main-Gebiet gedreht.

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