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Neu-Isenburg : Der Bürgermeister der Boomtown wird Pensionär

  • -Aktualisiert am

Alterssitz: Barbara und Herbert Hunkel auf dem Abschiedsgeschenk der Stadt Bild: Maximilian von Lachner

Vom Lehrling zum Chef: In sechs Jahrzehnten hat Herbert Hunkel im ­Rathaus alles einmal gemacht – und mit dafür gesorgt, dass die Stadt einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt hat.

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          An der Wand hängen noch etliche Bilder; auf der Fensterbank warten diverse Blumentöpfe darauf, weggebracht zu werden. Er habe noch keine Zeit gehabt, alle persönlichen Gegenstände aus seinem Büro mitzunehmen, sagt der scheidende Neu-Isenburger Bürgermeister Herbert Hunkel, dessen Amtszeit am Sonntag endet. Immerhin habe er es geschafft, die Ak­tenordner in den Schränken durchzu­sehen und für seinen Nachfolger ordentlich herzurichten. Durch die große Fensterscheibe schweift der Blick über die Dächer von Neu-Isenburg. Vom sechsten Stock des Rathauses hat Hunkel seine Stadt unmittelbar vor Augen. Hatte – muss man jetzt sagen: Von Montag an heißt der Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein (SPD). Rund 150 Menschen arbeiten im Rathaus; insgesamt sind bei der Stadt etwa 500 Mitarbeiter tätig.

          Hunkel, der am Montag 77 Jahre alt wird, wurde vor wenigen Tagen bei einer Festsitzung der Stadtverordneten in der Hugenottenhalle verabschiedet und Hagelstein gleichzeitig in sein neues Amt eingeführt. Hunkels Ausscheiden bedeutet für Neu-Isenburg das Ende einer Ära. Das war auch den Stadtverordneten bewusst: Für seinen Einsatz und seine Leistungen wurde Hunkel das Ehrenbürgerrecht, die höchste Auszeichnung der Stadt, verliehen. Die Zahl der Ehrenbürger erhöhte sich damit auf acht.

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