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Schwarz-Grün in Hessen : Bouffier überrascht mit Ministerkandidatin

Soll Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung werden: Kristina Sinemus Bild: Wonge Bergmann

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) möchte am Dienstag die CDU-Minister bekanntgeben. Für Überraschung sorgt die Kandidatin für Digitale Strategie und Entwicklung.

          Kristina Sinemus, die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Darmstadt, soll in der hessischen Landesregierung Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung werden. Nach Informationen dieser Zeitung will Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die Personalie an diesem Dienstag öffentlich bekanntmachen. Als neuer Präsident des Landtages soll der bisherige Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, vorgeschlagen werden.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Das Spitzenamt besetzt die Union, weil sie die stärkste Fraktion stellt. Der siebenundvierzigjährige Jurist muss seinen Platz im Kabinett für die Grünen räumen. Sie sollen vier Ministerämter besetzen, nachdem sie ihren Stimmenanteil bei der Landtagswahl nahezu hatten verdoppeln können und die CDU massive Verluste erlitten hatte. Weder Rhein noch Sinemus waren am Montag für eine Stellungnahme zu erreichen. Die  fünfundfünfzigjährige Darmstädterin studierte Biologie, Chemie, Germanistik und Pädagogik an den Universitäten Kassel und Münster. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der Kommunikationsagentur Genius, einer Ausgründung der Technischen Universität Darmstadt.

          In ihrem Unternehmen liegen ihre Schwerpunkte auf den Feldern Strategieberatung, Dialog und politische Kommunikation. An der Quadriga Hochschule in Berlin hat Sinemus eine Professur für Public Affairs inne. Als sie im November die Führung des Wirtschaftsrats der CDU in Hessen übernahm, nannte sie die Digitalisierung und die Soziale Marktwirtschaft als die wichtigsten Themen ihrer Amtszeit. Bevor Bouffier sie ins Kabinett berufen kann, muss er am Freitag im Landtag zum Regierungschef gewählt werden. CDU und Grüne verfügen über die Mehrheit von einer Stimme.

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