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Vogelplage in Frankfurt : Menschen gegen Krähen

  • -Aktualisiert am

Ärgernis: Seit einigen Jahren breiten sich die Krähen in dem Bonameser Ortskern aus. Bild: Lucas Bäuml

Krähenvögel sind laut, sie koten Bürgersteige und Gärten voll. Und sie werden immer mehr. Die Geschichte eines Konflikts zwischen Mensch und Natur.

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          Wenn sie wenigstens singen würden. Doch Krähen singen nicht, sie krächzen. Morgens ist es am schlimmsten. Die Vögel erwachen um fünf Uhr mit der aufgehenden Sonne und begrüßen den Tag. Ihr Lied ist kein Lied, es ist eine dreistündige Kakophonie, aufgeführt von 800 Schnäbeln. Die Anwohner am Ortseingang von Bonames können inzwischen auswendig mitkrächzen. Mensch und Natur im Einklang. Das ist das Ideal. Doch das Zusammenleben erzeugt oft Dissonanzen. Der Fall der Saatkrähen in Bonames steht beispielhaft dafür, wie kompliziert es sein kann.

          Besonders lärmempfindlich ist Patricia Breitling nicht. Die Straße in den nördlichen Frankfurter Stadtteil hinein liegt direkt hinter ihrer Gartenhecke. Die A 661 rauscht im Hintergrund. Alle zehn Minuten quietscht die U-Bahn über die Gleise. Doch es sind die Krähen und ihr Gekrächze, die Breitlings Nerven seit mehr als zwei Monaten in schlechte Schwingungen bringen. Der Lärm allein ließe sich vielleicht noch aushalten. Schlimmer als das Gekrächze ist der Kot. „Seit diesem Jahr ist mein Garten so richtig betroffen“, sagt Patricia Breitling und zeigt auf einen Platanenbaum, dessen Äste in den Garten hineinragen. In der Platane befinden sich fünf Krähennester. Und in gerader Linie unter den Krähennestern liegt der Kot.

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