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Vitos-Klinik in Riedstadt : Neubauten für die Psychiatrie

Tradition: Die denkmalgeschützten Altbauten des Philippshospitals sollen um neue Baukörper ergänzt werden. Bild: Cornelia Sick

Die Vitos-Klinik in Riedstadt will die Hälfte ihres angestammten Geländes räumen. Dafür kommen Häuser auf der anderen Hälfte hinzu.

          Die Vitos-Klinik in Riedstadt, auch unter dem Namen Philippshospital bekannt, will die Hälfte ihres Klinikgeländes aufgeben. Vorgesehen ist, die Abteilungen, die bisher auf einem Teil des Geländes östlich der Straße Philippsanlage untergebracht sind, auf den westlichen Teil oder auf Standorte in anderen Städten zu verlagern, wie die Geschäftsführerin des Krankenhauses, Margit Schmaus, erläuterte. In Planung seien dafür Neubauten für 40 Millionen Euro. Das östliche Gelände werde geräumt.

          Jan Schiefenhövel

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie diese Fläche in Zukunft genutzt werde, sei noch offen. Darüber habe auch nicht das Unternehmen Vitos, eine Krankenhauskette, zu entscheiden. Nach Angaben von Vitos gehört das Grundstück zwischen den Ortsteilen Goddelau und Crumstadt der Stiftung Fond Hofheim, die vom Landeswohlfahrtsverband verwaltet wird, Vitos ist nur Pächter. Im Eigentum der Stiftung befänden sich 137 Hektar. Die Klinik nutze bisher 476.000 Quadratmeter, der übrige Teil werde landwirtschaftlich genutzt. 235.000 Quadratmeter, etwa die Hälfte des Klinikgeländes, wolle man räumen. So werde das Krankenhaus westlich der Philippsanlage konzentriert, sagte Schmaus. Die einzelnen Abteilungen rückten näher zusammen, um effizienter arbeiten zu können. Es entstehe eine „Klinik der kurzen Wege“. Dabei bleibe der parkartige Charakter des Geländes erhalten.

          Um Neubauten ergänzt

          Neue Gebäude im Westen seien für die psychiatrische Klinik für Erwachsene vorgesehen. Bisher ist diese Klinik in drei Altbauten auf dem westlichen Gelände sowie in Bauten auf dem östlichen Teil untergebracht. Die drei Altbauten werden um Neubauten ergänzt, wie Schmaus sagte. Feste Pläne gebe es für diese Gebäude noch nicht, man werde als nächsten Schritt das Vorhaben für Architekten ausschreiben. Derzeit seien noch mehrere Varianten im Gespräch.

          Zum Beispiel könnten die drei historischen Gebäude, die zwischen sich einen Dreiseithof bildeten, um einen Bau an der bisher offenen Seite des Hofs ergänzt werden, so dass ein Vierseithof entstehe. Andere Varianten sähen vor, zwei Gebäudeflügel an einen der Altbauten anzuschließen oder einen langen Baukörper durch die beiden sich gegenüberstehenden Altbauten hindurch zu führen.

          Künftig werde es nur noch sechs statt bisher acht Stationen geben, sagte Schmaus. Das sei einem neuen Konzept geschuldet, nach dem mehr Patienten ambulant anstatt auf Station behandelt würden. Die neuen Gebäudeflügel könnten, wenn Planung und Bau gut voran kämen, in vier Jahren fertig sein.

          Schon vorher seien weitere Umzüge innerhalb des Krankenhausgeländes von Ost nach West und in andere Städte vorgesehen. Das betreffe die psychiatrischen Dienste, deren Klienten in Wohngruppen betreut würden. Dafür sei ein Neubau auf dem Grund der ehemaligen Gärtnerei südlich der Kreuzung von Philippsanlage und Friedrich-Ebert-Straße vorgesehen, für den schon Baurecht bestehe. Ein Teil der Wohngruppe werde in die Nachbarstadt Stockstadt, ein anderer nach Mörfelden-Walldorf umziehen, damit die Kranken näher an ihrem Zuhause therapiert werden könnten.

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