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Trotz Verbesserung : Vielerorts in Hessen noch zu viel Stickoxid in der Luft

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In Darmstadt wurde die stark belastete Heinrichstraße einem Diesel-Fahrverbot unterlegt. Bild: dpa

In Hessen ist die Stickstoffdioxid-Belastung im letzten Jahr vielerorts rückläufig gewesen. Über Maßnahmen zu Senkung der immer noch zu hohen Werte beraten Umweltministerium und betroffene Städte gemeinsam.

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          Die Stickstoffdioxid-Belastung in Hessen ist zwar vielerorts rückläufig, liegt aber noch immer teils deutlich über den zulässigen Grenzwerten. Das teilte das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Dienstag in Wiesbaden mit. Demnach wurde der europäische Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft alleine in Frankfurt im Jahresmittel 2019 an sechs Messstellen überschritten.

          Am höchsten fiel er in der größten hessischen Stadt an der Messstelle Börneplatz aus, wo sich der Jahresmittelwert sogar von 50 Mikrogramm im Vorjahr auf 51 Mikrogramm erhöhte. Hessenweit noch höher lag der Wert nur in Darmstadt am Passivsammler Hügelstraße mit 55 Mikrogramm, nach 67 Mikrogramm im Vorjahr. In der südhessischen Stadt gilt an zwei Hauptverkehrsadern ein Fahrverbot - das bisher einzige im Land.

          Limburg registrierte an der Messstelle Schiede I im vergangenen Jahr ein Jahresmittel von 52 Mikrogramm (Vorjahr: 54 Mikrogramm). In Wiesbaden lag der höchste Messwert an der Schiersteiner Straße bei 45 Mikrogramm, nach 47 Mikrogramm im Vorjahr.

          Stickoxid-Werte im Abwärtstrend

          „Die Stickoxid-Werte unterliegen einem Abwärtstrend. Das zeigt, dass die Maßnahmen aus den Luftreinhalteplänen ihre Wirkung entfalten“, erklärte Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). „Trotzdem haben wir mancherorts teilweise noch hohe Überschreitungen. Deshalb werden wir auch weiterhin geeignete Maßnahmen gemeinsam mit den belasteten Städten auf den Weg bringen“, so die Ministerin.

          Die Deutsche Umwelthilfe hatte bundesweit gegen 38 Kommunen wegen Überschreitung der Grenzwerte bei Stickstoffdioxid geklagt, darunter Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Offenbach und Limburg. Die vom HLNUG für 2019 veröffentliche Auswertung der NO2-Messwerte stützt sich den Angaben zufolge auf weit über 60 Messstellen, darunter 36 feste Luftmessstationen sowie zahlreiche Passivsammler-Messstellen, die meist an den schwerer belasteten Straßen installiert sind.

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